Tobias BessertEs ist Dienstag. Der April ist erst wenige Stunden alt, als sich pünktlich um sieben Uhr mein Wecker zu Wort meldet. Es ist Zeit, sich für ein neues Semester aufzuraffen. Aber muss das so früh sein?Dabei kann es sich doch nur um einen schlechten Aprilscherz handeln. So oder so ähnlich erging es vermutlich vielen von uns und doch verflüchtigen sich all die, von der Müdigkeit vernebelten Gedanken bei der Fahrt mit dem Rad in die Stadt. Man freut sich, alt bekannte Gesichter zu sehen. Doch nicht alles ist wie im letzten Semester, neue Kommilitonen, neue Dozenten, neue Themen.
Ganz nebenbei sind auch die Dekane neu gewählt worden. Was sie für die kommende Legislatur wohl ins Auge gefasst haben? Auch beim Allgemeinen Studierendenausschuss soll alles neu sein. Oder doch nicht? Nach gerade einmal 45 Minuten ist das erste Seminar überstanden, ein guter erster Eindruck und doch schön zu wissen, dass es jetzt nur noch vier Stunden sind bis ich wieder zu Hause bin. Laptop und Tablet werden in den Korb der Alten Unibibliothek gepackt, der täglichen Dosis Elektronik kann jetzt schon nachgekommen werden.
Mittlerweile ist es fast Mittagszeit und der Hunger meldet sich. Vielleicht ein Abstecher in die Mensa, immerhin wurde ja ein Mensaausschuss gebildet, der die Essensqualität verbessern soll. Vielleicht kann man ja auch mal in einen der vielen Bioläden reinschauen? Na ja. Auf jeden Fall wird erstmal der Hunger gestillt – zumindest vorerst.
Die nächste Veranstaltung im Audimax erwartet mich. Im Gebäude fällt mir wieder die an Berthold Beitz gerichtete Dankestafel auf. Doch wer war er, ob ich vielleicht auch mal so eine Tafel bekomme? Nach 20 Minuten ist dann auch die zweite Veranstaltung vorbei und es bleibt die Frage, was man den Rest des Tages noch so machen könnte. Vielleicht mache ich eins der zehn Dinge, die man in Greifswald gemacht haben sollte?
Erst einmal nach Hause, mal schauen, irgendwas wird sich schon ergeben. Auf dem Weg komme ich an einem Gebäude vorbei, indenen sich die wissenschaftlichen Werkstätten befinden sollen. Doch was wird in denen überhaupt gebaut? Zu Hause angekommen schalte ich erst einmal wieder den Laptop an, mal schauen was in nächster Zeit so los ist. Bald ist ja wieder der Nordische Klang, was es da wohl alles gibt? Erstmal einen Schokohasen essen, der von Ostern übrig geblieben ist. Hase, Eier, Schokolade, wo kommt das eigentlich her? Keine Ahnung, ich weiß nur eins: Der Hunger ist nicht gestillt. Die Sonne geht unter, der Tag ist vorbei und was bleibt?
Auch wenn es mittlerweile mit dem Aufstehen besser klappen sollte, so bleiben doch einzelne Fragen. Zumindest bis heute, denn ab jetzt hilft euch der moritz. Viel Spaß beim Lesen.

von Tobias Besser

Foto. Corinna Schlun

 

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