Es wird wieder warm in Greifswald und mit den Temperaturen jenseits der 20°C kommen nicht nur Sommer- und Strandmode zum Vorschein. Was vor Kurzem meist noch hinter langer und warmer Kleidung verborgen blieb, ist nun wieder allgegenwärtig – Tätowierungen. moritz  wollte mehr über dieses noch immer umstrittene Thema erfahren und hat nachgefragt.

Zuerst natürlich bei den Studierenden der Universität Greifswald. Was denken die Kommilitonen über die in die Haut gestochenen Bilder? Nun, das Ergebnis kann als durchwachsen angesehen werden. Neben einer Vielzahl von Personen, die selbst Tattoos haben, gerne welche hätten oder sie interessiert anschauen, gab es auch negative Äußerungen zu diesem Thema. Tätowierungen seien „hässlich“, gesundheitsschädlich oder bedenklich, da sie für immer sichtbar bleiben und im Alter „verrunzelt“ aussähen. Darüber hinaus werden Tattoos laut einer Dozentin der Universität Greifswald, die anonym bleiben möchte, noch immer als unseriös betrachtet. Auch wenn die Mehrheit der Befragten sich neutral bis positiv äußerten, ist dies Grund genug, einmal mit Dirk-Boris Rödel, Chefredakteur der Zeitschrift „Tätowier-Magazin“, zu sprechen und nachzufragen, ob derartige Befürchtungen und Behauptungen ihre Berechtigung haben oder eher Vorurteilen gleichen. Allerdings nicht, ohne vorher auch einen Blick auf die Geschichte der Tätowierung zu werfen.

Kannst du uns ein wenig zur Geschichte des Tattoos erzählen? Wie und wo ist es entstanden und wie hat es sich entwickelt?
Tätowierungen wurden nicht von einer Kultur erfunden und weitergegeben, sie sind vielmehr eine universelle kulturelle Entwicklung wie das Rad, Kleidung, die Nutzung von Feuer oder Werkzeugen. Der Seefahrer James Cook wie auch einhundert Jahre später der Naturforscher Charles Darwin bemerkten auf ihren Reisen, dass Tätowierungen bei nahezu allen Völkern der Erde verbreitet und völlig normal sind.
Die Technik des Tätowierens zu „entdecken“ ist ja sehr einfach; auch heute noch „tätowieren“ sich Schüler ja teilweise unbeabsichtigt, wenn sie sich zum Beispiel mit dem Füller stechen und ein Punkt zurückbleibt. Auch früher, bereits zur Steinzeit, werden Menschen, die versehentlich Asche oder Schmutz in Schnitte, Stiche oder Wunden gerieben haben, bemerkt haben, dass daraufhin dauerhafte Punkte oder Striche in der Haut zurückblieben.
Die allerersten Tattoos hatten wahrscheinlich eine medizinische Funktion. Die Tätowierungen bei Ötzi deuten auf einen Zusammenhang mit Akupunkturbehandlungen hin. Ähnliche Heil-Tätowierungen wurden auch in Sibirien, Nordamerika oder Asien praktiziert und werden auch heute noch von Buschleuten in Afrika angewandt. Neben der Nähe zur Akupunktur wird man früher vermutlich auch Wunden, Schnitte oder ähnliches mit Pflanzensäften behandelt haben; wenn diese eine färbende Eigenschaft hatten, konnten primitive Tattoos zurückbleiben. Es ist vorstellbar, dass die Heilung dann nicht mehr nur dem Pflanzensaft, sondern auch dem Zeichen in der Haut zugeschrieben wurde. Das markiert den Übergang vom Heil-Tattoo zum magischen Schutzzeichen, wobei in primitiven Kulturen der Übergang zwischen Heilkunst und Magie wiederum ohnehin fließend ist. Tattoos wurden auch verwendet, um die Verbindung zu Totem-Tieren darzustellen, entweder indem man sich ein Abbild des Tieres stechen ließ oder mit Tattoos die Erscheinungsform des Tieres zu imitieren versuchte. Schließlich ist bei vielen Kulturen das Tätowieren immer noch wichtig für die Identifikation mit dem eigenen Stamm und zur Abgrenzung von anderen Völkern sowie zur Verdeutlichung des sozialen Status oder auch für ganz präzise Aussagen, so zum Beispiel um Erfolge bei der Jagd oder im Krieg zu dokumentieren oder anzuzeigen, ob jemand verheiratet ist.

Wie schätzt du die Entwicklung der Toleranz gegenüber Tätowierten heute ein und wo siehst du eventuell nach wie vor Probleme?
Tattoos sind heute ganz zweifellos viel verbreiteter und tolerierter als vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren. Vor fünfundzwanzig Jahren gab es praktisch noch keine Tattoo-Szene oder Infrastruktur. Tätowiert waren nur Angehörige von Subkulturen wie Rocker und Punks. Vor allem durch Musiksender wie MTV erhielten Tattoos von Rockstars mehr öffentliche Beachtung und weckten eine Nachfrage, die in den 90ern und 2000er Jahren zu einem Tattoo-Boom führten. Die heutige Omnipräsenz von Tattoos in Medien, Werbung oder auch in der Öffentlichkeit, bei Sportlern und Prominenten oder beispielsweise der Moderatorin Dunja Hayali, hat dazu geführt, dass Tattoos heute kaum noch mit dem subkulturellen Image der 80er Jahre verbunden werden. Tattoos sind heute Mainstream, auch dadurch, dass es eine enorme Vielfalt an Motiven und Stilen gibt, die nahezu jeden Geschmack bedienen.
Problematisch ist es allerdings, wenn junge Leute sich im Irrglauben, Tattoos seien überall akzeptiert und heutzutage nirgends mehr ein Problem, zum Beispiel gleich Hals und Hände oder auch Unterarme tätowieren lassen. Damit kann man sich immer noch Chancen  zum Beispiel bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, bei der Berufswahl oder auch bei der Wohnungssuche verbauen.

Was kannst du uns bezüglich der Bedenken von Kritikern mit auf den Weg geben?
Dass sie immer sichtbar bleiben, ist ja die Raison d‘Être von Tätowierungen – das ist das, was ein Tattoo ausmacht. Sich darüber Gedanken zu machen ist, als ob man Bedenken gegenüber Wasser hat, weil es nass ist?! Das macht ja keinen Sinn.
Natürlich wird beim Tätowieren die Haut verletzt, aber wenn man sich in einem seriösen Studio unter hygienisch einwandfreien Bedingungen mit Farben tätowieren lässt, die der deutschen Tätowiermittelverordnung entsprechen, braucht man sich um gesundheitliche Aspekte eigentlich keinen Kopf zu machen. Und was das Alter angeht: Natürlich altert auch die Haut und damit die Tattoos. Ich sehe das eher als Patina. Ich finde, ältere Menschen mit Tattoos sehen eigentlich noch cooler aus als irgendwelche jungen Hipster mit Tattoos. Da sieht man einfach; der Mensch hat was erlebt, der hat was zu erzählen.

Denkst du, dass es Unterschiede zwischen Tätowierten und Personen, die keine Tattoos tragen, gibt – unter anderem in Bezug auf die soziale Schicht oder das Geschlecht?
Dazu wurde gerade eine repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung veröffentlicht, die belegt, dass Tattoos keinerlei Rückschlüsse auf Bildungsniveau, soziale Schicht, Beruf oder Einkommen zulassen und in allen Schichten gleichermaßen verbreitet sind. Ich denke auch, dass Tattoos bei Männern wie Frauen gleich verbreitet sind. Ich persönlich sehe zwischen tätowierten oder nicht-tätowierten Personen absolut keinen Unterschied. Behauptungen, wie etwa, dass Tätowierte kreativer, unangepasster oder sonst irgendwas seien, sind platte Verallgemeinerungen. Manche Tätowierte sind spießiger als jeder Sparkassen-Filialleiter. Manche Menschen haben Tattoos, andere haben keins. Das ist alles.

Den Äußerungen von Dirk-Boris Rödel ist wohl nichts mehr hinzuzufügen. Doch was sagen Tätowierte aus Greifswald zu dem Thema und welche Erfahrungen haben sie unter anderem an der Uni gemacht? Im Folgenden könnt ihr ein paar von ihnen kennenlernen.

„Take nothing on its looks“

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Nastassja von der Weiden, Bachelor Kommunikationswissenschaft/ Anglistik

Wann hast du dich das erste Mal tätowieren oder andere Dinge wie Piercings machen lassen? Wie alt warst du?
Ich war gerade 19 als ich mein erstes Tattoo bekam, also im Jahre 2010.

Haben deine Tätowierungen bestimmte Bedeutungen für dich?
Meine Tattoos haben einen speziellen Stellenwert für mich. Sie bedeuten für mich meine eigenen, kleinen Geschichten kunstvoll auf der Haut zu tragen. Manchmal sind es Erinnerungen oder reine Schmucktätowierungen. Die Portraits meiner Eltern aus der Nadel von Jakub Settgast (Berlin), das realistische Portrait von Peter Falk (gestochen von Marcin Roguszka, Poznań) und mein UK-Beast mit der Krone von King Henry VIII (Phil Wilkinson, Manchester) sind mir momentan die wichtigsten.

Hast du wegen deines äußeren Erscheinungsbildes schon negative Erfahrungen mit deinen Mitmenschen machen müssen?
Eigentlich kaum. Klar wird geschaut, aber die meisten Menschen haben keine Angst, mich anzusprechen und mich über meine Tattoos auszufragen. Auch ein „Steht dir, aber ich mag keine Tattoos“ ist mal dabei. Mir ist nur wichtig, dass niemand unnötig unhöflich zu mir ist – denn ich bin es ja auch nicht. Ich antworte auf jede Frage gerne und lasse die Leute auch zweimal einen Blick auf ein Motiv werfen. In der Uni interessiert es die wenigsten, ob die Sitznachbarin nun stark tätowiert ist oder nicht. Trifft man sich dann außerhalb von Vorlesungen und Seminaren, kommen auch da mal Fragen oder ein „Zeig doch bitte mal genauer“. An meinem ersten Praktikumstag in Baden-Baden beim SWR war ich dann aber doch sehr nervös, ob meine Tattoos negativ auffallen. Am ersten Tag kam ich tatsächlich geschlossen gekleidet, bis ich ein wenig ausgespäht hatte, wie locker es dort ist. Allerdings war das wirklich unbegründet. Es kann aber natürlich auch anders laufen! Bisher kann ich aber für mich behaupten, dass meine Erscheinung mir schon so manches ermöglicht hat, zum Beispiel die Arbeit mit Fotografen, kleinen Modelabels, Filmemachern und Magazinen. Da ich eigentlich eher still und zurückhaltend bin, ist das für mich außergewöhnlich und schön.

Hast du das Gefühl, dass du aufgrund deiner äußeren Erscheinung anders behandelt wirst/wurdest?
Bisher nicht, zum Glück!

Was hältst du von der immer noch verbreiteten Meinung, Tattoos oder Tätowierte seien unseriös? Woher kommen derartige Vorurteile?
Ich glaube diese Meinung verschwindet langsam aus den Köpfen der Leute. Tätowierte sind zurzeit sehr präsent, vor allem in der Werbung, Kunst, Mode, im Theater, selbst der Wiener Opernball wurde mit einer tätowierten Ballerina beworben. Die kreativen, künstlerischen Bereiche werden wohl von solchen Vorurteilen größtenteils verschont. Dass ein Tattoo einer Person die Seriosität nimmt, ist meiner Meinung nach Quatsch. Trotzdem sind sichtbare Tattoos in der Bank oder beim Arzt absolut selten, zumindest ist das mein Eindruck. Für mich ist es schlicht ein Bild auf dem Körper – nicht mehr, nicht weniger.

Was möchtest du den Leuten, die derartige Vorurteile besitzen, mit auf den Weg geben?
Take nothing on its looks; take everything on evidence. There‘s no better rule. Nicht von mir, von Charles Dickens.

Was möchtest du denjenigen mit auf den Weg geben, die vielleicht mit dem Gedanken spielen, sich tätowieren etc. zu lassen?
Such dir den richtigen Tätowierer, den Experten für dein Motiv. EGAL was seine Arbeit kostet. Wenn es dir das Geld nicht wert ist, lasse es besser sein.

Hast du es schon einmal bereut, dass du Veränderungen an deinem Körper vorgenommen hast?
Nein. Falls es jemals so sein sollte, werde ich alle meine Entscheidungen aus der Vergangenheit respektieren und bin hoffentlich zufrieden genug, mich so zu akzeptieren, wie ich eben nun bin und aussehe.

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Johannes Werner,
studierte bis 2014
und beginnt eine Ausbildung

Wann hast du dich das erste Mal tätowieren oder andere Dinge wie Piercings machen lassen? Wie alt warst du?
Mein erstes Piercing habe ich mir noch selbstgestochen, das muss so in etwa mit 16 gewesen sein. Natürlich völlig unsteril, aber es ist alles gut gegangen. Mein erstes Tattoo habe ich mir, glaube ich, 2011 hier in Greifswald  auf die Brust stechen lassen.

Was hat dich dazu bewegt, an deinem Körper Veränderungen vornehmen zu lassen? Haben deine Tätowierungen bestimmte Bedeutungen für dich?
Nun, das kann ich gar nicht so eindeutig beantworten. Ich finde, dass man mit Tattoos immer ein Stückchen Erinnerung bewahren kann, aber Tattoos aus rein ästhetischen Gründen zu stechen, finde ich auch nicht verkehrt.

Hast du wegen deines äußeren Erscheinungsbildes negative Erfahrungen mit deinen Mitmenschen machen müssen?
Also was ich so mitbekommen habe, sind Bodymodifications eigentlich ganz gut geeignet, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Obwohl ich nicht unbedingt von jemandem mit „Hey ich bin auch tätowiert, lass mal drüber reden“ angesprochen werden möchte. An der Uni waren die Tattoos gar kein Problem.

Hast du das Gefühl, dass du aufgrund deiner äußeren Erscheinung anders behandelt wirst/wurdest?
Den Dozenten und Profs ist es, glaube ich, relativ egal, ob man da ein bisschen Farbe auf dem Arm hat oder nicht. Schließlich zählt ja nur die Leistung, die man erbringt.

Was hältst du von der immer noch verbreiteten Meinung, Tätowierte seien unseriös? Woher kommen derartige Vorurteile?
Zu den Vorurteilen muss ich sagen, dass ich das so noch gar nicht mitbekommen habe. Jedoch halte ich es für Unsinn einen Menschen als seriös oder unseriös einzuschätzen, nur weil er tätowiert ist. Aber ich denke, das liegt an dem Schubladendenken, dass noch in den Köpfen vieler, meist konservativer Menschen verankert ist.

Was möchtest du den Leuten, die derartige Vorurteile besitzen, mit auf den Weg geben?
Menschen nach der Hautfarbe zu beurteilen, zeugt von einer gehörigen Portion Dummheit. Egal, ob es eine Hautfarbe ist oder ob es mehrere sind! Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, was er möchte und es wird hoffentlich jedem klar sein, dass ich mit einem „Liebe/Hass“-Tattoo auf den Fingern wahrscheinlich nicht als Kellner im Adlon arbeiten werde.

Was möchtest du denjenigen mit auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, sich tätowieren etc. zu lassen?
Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, was er möchte und es wird hoffentlich jedem klar sein, dass ich mit einem „Liebe/Hass“-Tattoo auf den Fingern wahrscheinlich nicht als Kellner im Adlon arbeiten werde.

Hast du es schon einmal bereut, dass du Veränderungen an deinem Körper vorgenommen hast?
Die Tattoos gehören zu mir und ich bereue nicht, sie zu haben. Ganz im Gegenteil, es werden wohl noch einige folgen, die ich dann hoffentlich auch nicht bereue.

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Liesbeth Fuhrmann,
studiert
den Master Fennistik

Wann hast du dich das erste Mal tätowieren oder andere Dinge wie Piercings machen lassen? Wie alt warst du?
Mein erstes Piercing hatte ich mit 16, für das erste Tattoo musste ich warten, bis ich 18 war. Das war dann auch erst mal ein ganz kleines.

Was hat dich dazu bewegt, an deinem Körper Veränderungen vornehmen zu lassen? Haben deine Tätowierungen bestimmte Bedeutungen für dich?
Für mich waren Tattoos schon immer faszinierend und gut gemachte Tätowierungen haben für mich einen hohen ästhetischen Wert. Für mich persönlich ist auch jedes meiner Tattoos bedeutsam, ob es nun eine Szene einer meiner Lieblingsgeschichten darstellt oder eine Erinnerung beinhaltet.

Hast du wegen deines äußeren Erscheinungsbildes negative Erfahrungen mit deinen Mitmenschen machen müssen, vor allem was die Uni betrifft?
Meine Mutti war am Anfang schon ziemlich ablehnend gegenüber Tattoos eingestellt, vor allem als es dann so groß wurde. Mittlerweile findet sie es aber gut und möchte sogar selbst eines! In der Uni hat sich noch nie jemand negativ geäußert. Manche Leute fragen auch mal interessiert nach, aber die meisten beachten es nicht mehr oder weniger als den Rest der äußerlichen Erscheinung.

Hast du das Gefühl, dass du aufgrund deiner äußeren Erscheinung anders behandelt wirst?
Nein, gar nicht.

Was hältst du von der immer noch verbreiteten Meinung, Tätowierte seien unseriös? Woher kommen derartige Vorurteile?
Das Tätowieren an sich ist ja schon fast so alt wie die Menschheitsgeschichte und hat einige Entwicklungen durchgemacht. Die Zeiten, in denen Tattoos hauptsächlich als Erkennungsmerkmal bei Häftlingen & Bandenmitgliedern wahrgenommen wurden, sind längst vorbei – leider aber wahrscheinlich noch nicht in den Köpfen aller.Allerdings finde ich, dass Tattoos heutzutage in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Menschen aus allen Schichten, jeden Alters und jeden Bildungsstands sind tätowiert und in vielen Berufen wird das auch akzeptiert. Das kommt aber natürlich immer auch darauf an, wo man Tattoos hat und welche Motive das sind.

Was möchtest du den Leuten, die derartige Vorurteile besitzen, mit auf den Weg geben?
Jeder sollte seinen Körper so verändern können, wie er es mag.

Was möchtest du denjenigen mit auf den Weg geben, die mit dem Gedanken spielen, sich tätowieren etc. zu lassen?
Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden. Vorher aber sehr gut informieren: der Tätowierer muss sein Handwerk verstehen, dementsprechend schadet es auch nicht, ihm zu vertrauen, wenn er von gewissen Stellen oder Motiven abrät. Lieber etwas mehr Zeit lassen bei der Entscheidung, wo, was und von wem man sich tätowieren lassen möchte, als sich hinterher bewusst zu werden, dass es auch viel besser hätte werden können.

Hast du es schon einmal bereut, dass du Veränderungen an deinem Körper vorgenommen hast? Wenn ja, warum?
Nein, ich mag all meine Tattoos.

 

von Michael Bauer, Isabel Kockro & Juliane Stöver

Fotos: Isabel Kockro