Mit Greifswald verbinden die meisten von euch garantiert das Studieren. Aber unsere Wahlheimat ist neben Universitäts- vor allem auch Touristenstadt. Damit, wie die Informationszentrale ihr Angebot den Gästen aus aller Welt schmackhaft macht, befasst sich einer der folgenden Artikel.
Was jedoch klar ist: Als Stadt unmittelbar am Bodden und damit in der Nähe der Ostsee ist nicht nur bei den Touristen hier vor allem eine Sache bekannt und begehrt. Die Rede ist vom regional gefangenen und verarbeiteten Fisch. Täglich werden in den Buden und Restaurants in Wieck oder auf dem Marktplatz die fangfrischen Spezialitäten angeboten. Der Fischfang ist eines der ältesten Gewerbe in der Gegend. Bis ins zwölfte Jahrhundert reicht die Geschichte der Wiecker Fischerei zurück.

Auch heute noch wird das Bild des ehemaligen Fischerdorfes in erster Linie von den Booten der Fischereigenossenschaft und den Fischrestaurant am Hafen geprägt. Doch in Zeiten der Überfischung und Meeresverschmutzung stellt sich die Frage, wie es mit der Arbeit der Kleinfischer weitergehen soll.
Im Streit um die Fangquoten und sonstige Auflagen sind sie meist die Verlierer, und auch die Globalisierung und der zunehmende Mangel an neuanfangenden Fischern macht besonders seit der politische Wende dem Geschäft zu schaffen. Mehr als einmal stand das Fortbestehen des gesamten Wirtschaftszweiges in Greifswald auf der Kippe. moritz hat an mehreren Stellen nachgefragt, wie die heutige Situation von den unterschiedlichen Parteien in der Gegend beurteilt wird.

von Juliane Stöver

Foto: Lisa Klauke-Kerstan