Rund 150 Beschlüsse fasst das Studierendenparlament in einer Legislatur. Aber was passiert danach? moritz ist der Sache auf den Grund gegangen. Dieses Mal: der zweite Prüfungszeitraum.

Im November 2013 beschloss die Vollversammlung der Wirtschaftswissenschaften sich für einen zweiten Prüfungszeitraum auszusprechen, da viele Studierende aufgrund von späten Nachschreibeterminen ihr Studium nicht in der Regelstudienzeit schaffen würden. Die Mitglieder der  Jungsozialisten schlossen sich dem Vollversammlungsantrag an und wollten nun, dass sich auch das Studierendenparlament (StuPa) für einen zweiten Prüfungszeitraum ausspricht. „An mehreren Hochschulen gibt es bereits zweite Prüfungszeiträume in unterschiedlicher Umsetzung und dort zeigt sich, dass dies die Studierbarkeit an den Hochschulen erhöht“, erklärt Christopher Lars Riemann, einer der Antragssteller. Am 26. November 2013 wurde der Antrag im StuPa eingereicht. Viele Mitglieder sprachen sich für diesen aus und stimmten für ihn. Durch den Beschluss sollten die verschiedenen Fachschaften durch die Referenten für Studium und Lehre sowie Fachschaften und Gremien des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) für das Thema sensibilisiert werden.

Auf diese Weise sollten sich neben den Wirtschaftswissenschaften auch andere Fachschaften für einen zweiten Prüfungszeitraum aussprechen. Rund sieben Monate nach dem Beschluss hat sich nichts an der Ausgangslage verändert. Auch Ende des Sommersemesters wird es nur einen Prüfungszeitraum geben. Jedoch sollen in diesem Jahr noch Veränderungen kommen. Die Landeskonferenz der Studierendenschaften (LKS) verucht gerade eine Neufassung des Landeshochschulgesetzes zu erreichen, welche noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll. Die Änderung enthalten dann auch einen zweiten Prüfungszeitraum. Jedoch sei dieses Vorgehen nur dann möglich, wenn sich der AStA und auch die Antragssteller dran beteiligen. „Wir versuchen grade über die LKS die rechtlichen Rahmenbedingungen im Land zu schaffen. Aber die konkreten Umsetzungsvorschläge müssten dann vom AStA kommen. Dabei werden wir als studentische Senatoren den AStA unterstützen“, erklärt Erik von Malottki, studentischer Senator und Sprecher der LKS.

von Corinna Schlun