Kommentar

Offensiv wurden sie gesucht, die Referenten und Praktikanten für den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Und in dieser Legislatur verlief die Suche auch erfolgreich: Mit der Wahl von Mandy Bernthäusl als Referentin für Studium und Lehre am 30. Oktober 2012 sind seit langem wieder alle Referate des AStA besetzt – und das nicht nur kommissarisch.

Vielleicht lag es daran, dass die Studenten nur so über die Werbung stolperten. Egal, ob in der Mensa, in der Bibliothek oder in der virtuellen Welt, der AStA warb überall dort, wo die Studenten sich rumtrieben. Egal, ob mit MAStA-Plan, RAStAfahndung oder NewscAStA – weniger Wortspiele mit dem eigenen Namen hätten es auch getan.

In einer moritzTV-Umfrage vom Juli 2011 wurden Studenten nach den Aufgaben des Ausschusses gefragt. Nur wenige konnten die Arbeit der Referenten benennen. Vielleicht war das der Auslöser, vielleicht war es auch ein schon länger schwelender Plan des Vorsitzenden. Auf jeden Fall gibt es seit Oktober 2012 einen Newsletter, der den Studenten die Arbeit und aktuellen Projekte näherbringen soll. Ob die Studierenden ihn aber auch lesen, ist natürlich eine andere Frage.
Man versucht zweifelsohne, dem Bild der nichtstuenden Referenten in der Öffentlichkeit etwas entgegenzusetzen. Wenn man sich die Muße macht und den Newsletter liest, erkennt man, dass die Referenten sehr vielen Tätigkeiten nachgehen. Neben großen Dauerbrennern wie der Erstsemesterwoche und der 24-Stunden-Vorlesung veranstaltete der AStA eine Bücherbörse oder nahm teil am Tag der Akzeptanz.

Der AStA ist auf dem richtigen Weg, die in den Köpfen verankerte Meinung, dass er nichts tue, niederzureißen.

von Katrin Haubold und Corinna Schlun