Der Welt wilde Wörterwetter brechen
Nieder auf mich, wieder, grollend, tosend
Rast der Zeiten Puls, will blind sich rächen
An der Stille, willkürlich nach Opfern losend.

Komm Nacht, komm schwarz‘ Lichtgeflimmer.
Sterne, leuchtet, gebt mir Frieden. Ihr sollt ziehen,
Euch bemühen, euch verlieren, euch verlieben, immer
Weiter, mein Dasein ist so fern, lasst mich fliehen.

Nacht schafft Phase, Atmosphäre, schwarze Leere,
Denn erst  Mondes Schattenwandel stumm befreit,
Sanft bereitet in finsterem Geleit, die Heere,
Die im Kopf marschieren, lässt sie in die Einsamkeit.

Still, Nacht. Leere, lass Dunkel regieren.
Allein ich und schwarz sei meine Stunde.
Lass mich friedvoll selbst mich verlieren.
Allein ich im Schwarz, dass ich erkunde.

von Madeleine Baumgart

Foto: Madeleine Baumgart