Rezension

Das neue Green-Day-Album ¡Tré! ist der Trilogie letzter Teil und die Krönung der beiden Vorgänger ¡Uno! und ¡Dos!, die an sich auch schon hörenswert sind.

Ursprünglich sollte das neunte Studioalbum solo erscheinen, hat dann aber doch noch zwei Geschwister bekommen. Die Band bezeichnet die Alben als das Beste, was sie jemals gemacht hätten. Durchaus nachvollziehbar, denn die Songs strotzen nur so von der typischen Green-Day-Energie, die einen durchs Zimmer tanzen lässt und schlechte Laune vertreibt. Frisch, laut und ein bisschen melancholisch kommt die zuletzt erschienene Scheibe daher. Das Album beginnt mit „Brutal Love“ leise, steigert sich über zehn Tracks in eine Rock-Oper, die zum Mitwippen einlädt, und endet entspannt mit „The Forgotten“. Trotzdem ist ¡Tré! an sich eintönig, streckenweise sogar langweilig. Die Band erfindet sich nicht neu, zeigt aber mit Songs wie „Dirty Rotten Bastards“, dass sie es immer noch können. Die Platte profitiert von der markanten Stimme des Sängers. Man merkt, dass die Jungs Spaß haben an ihren Instrumenten.

Die Trilogie ist eine Rückbesinnung auf ihre alten Werte. Mit ¡Tré! zeigen sie: „Hallo, wir sind Green Day und das ist unser Stil.“ Dennoch hätte ich mir etwas Experimentelles gewünscht, womit sie den Hörer überraschen.  Schlussendlich bleibt zu sagen: ¡Tré! ist nicht das Beste, womit sie meine Ohren je verwöhnt haben, aber allemal hörbar. Typisch Green Day eben.

von Joana Kolbach

Foto: © warner Bros Records