Rezension

Auf acht Hufen und vier Pfoten geht es nach Indien: Die Kühe Lolle, Susi, Radieschen und Hilde machen sich mit dem Kater Giacomo auf den Weg in das Land, in dem Kühe heilig sind. Der Grund? Der Bauer will alle Rinder schlachten lassen – aber den vier Kühen gelingt mithilfe des Katers die Flucht. Auf dem Weg begegnen ihnen die Kuh des Wahnsinns und gefährliche Hunde; sie müssen über ihre Schatten springen und den Wald hinter der Weide durchqueren, denn nach ihm folgt die unendliche Milch der Verdammnis – ein Ort, den Kuh lieber nicht besucht. Streit bleibt aufgrund der unterschiedlichen Charaktereigenschaften und des weiten Weges naürlich nicht aus.

Was im Buch vielleicht witzig wäre, kommt im Hörbuch eher gezwungen rüber. Liegt es an der Sprecherin Nana Spiers – die Synchronstimme von unter anderem Drew Barrymore – oder an den schlechten Vorlagen des Buches „Muh“ von David Safier? Ich weiß es nicht, doch oft wirkt es, als müsse das (Hör-)Buch auf Teufel komm raus witzig sein. Ziemlich kindisch ist es außerdem, sodass man sich fragt, an welche Zielgruppe sich Safier mit diesem Buch richtet. Die Sprecherin ist unglücklich gewählt: Tiefes Sprechen, das Italienisch des Katers oder etwa das Hundejaulen sind nicht überzeugend.

Nach zwei von sechs CDs war Schluss für mich. Nachdem ich das erste Buch von Safier, „Mieses Karma“, gelesen hatte und es sehr witzig und einfallsreich fand, war ich nach diesen zwei CDs ziemlich enttäuscht. Vielleicht liegt es an der Hörbuchversion, vielleicht ist die Grundlage, das Buch „Muh“, einfach schlechter als der Debutroman. Vielleicht habe ich durch das vorzeitige Abbrechen auch die guten Stellen des Hörbuchs verpasst. Für mich steht jedenfalls fest: An die CDs werde ich mich so schnell nicht noch einmal heranwagen.

von Katrin Haubold

Foto: © Random House Audio