Rezension

Spätestens seit „Of Monsters and Men“ ist isländische Musik in den deutschen Radioprogrammen angekommen und vielen Hörern klingen die Melodien in den Ohren. Doch schon einige Zeit vorher gab es Bands und Soloprojekte, die hörenswert sind. Darunter fällt auch die Musik von Sindri Már Sigfússon. Der Künstler aus Reykjavík hat zum einen die Band „Seabear“ gegründet und zum anderen ist er unter dem Namen „Sin Fang“ als Solokünstler unterwegs.

Sein Stil besteht aus einer Mischung von Pop, Rock und einer großen Menge Folk. Diesem Stil bleibt er auch auf dem Album „Flowers“ treu. Sigfússon erzeugt eingängige Klänge, die sich teilweise zu oft in den Liedern wiederholen. Bei den gerade einmal zehn Songs könnte definitiv größere Abwechslung vorherrschen. Zum Tanzen ist seine Musik weniger geeignet – dafür aber zum gemütlichen Abschalten. Mit den meist ruhigen und melodischen Sounds und den folkigen Einschüben könnte man glauben, dass Sigfússon uns direkt nach Island entführen möchte.

Die Musik erinnert stark an die seiner Band „Seabear“, allerdings testet Sigfússon bei „Sin Fang“ mehr aus. Ab und an wird sein Gesang etwas kräftiger, jedoch könnte dies wesentlich häufiger passieren, damit sich sein Soloprojekt noch deutlicher abhebt. Wem die Pop- und Folkmusik im Allgemeinen gefällt, wird auch an „Flowers“ seinen Spaß haben, ansonsten fehlt aber etwas Abwechslung.

von Johannes Köpcke

Foto: © Morr (Indigo)