Über den Bachelorabschluss schimpfen viele. Nun gibt es konkrete Zahlen zur schlechten Bologna-Stimmung. Laut einer Studie der Hochschulrektorenkonferenz sei die Mehrheit der 8 200 befragten Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter zwar für die Ziele der Bologna-Reform, sie betrachten die Reform selbst jedoch für gescheitert. 75 Prozent der Universitätsprofessoren gaben bei der Befragung zum Wandel von Studium und Lehre an deutschen Hoschulen an, dass sich ihre Arbeitsbedingungen verschlechtert hätten. Nur 15 Prozent seien zufrieden mit der Einführung von Bachelor und Master. Viele Lehrenden betrachten den Bachelor nicht einmal als vollwertigen Abschluss. Vor allem wird hierbei die sinkende Qualität des Studiums und die mangelnde Spezialisierungsmöglichkeit kritisiert. Die Reform hat zudem die Studienabbrecherquote steigen lassen. Als einzig großer Erfolg wird die Stärkung der Lehre gesehen.

von Laura-Ann Schröder

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