Die neue Struktur des Allgemeinen Studierendenausschusses wurde durch das Studierendenparlament neu zusammengebaut. Nun muss sich zeigen, ob der Strukturenschrank hält.

Jedes Jahr, wenn die neue Legislatur des Studierendenparlaments (StuPa) beginnt, muss sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) auf Veränderungen vorbereiten. Die StuPisten entscheiden dann, ob die Struktur des AStA in der Form beibehalten werden kann oder verändert werden muss. Dabei können AStA-Referate zusammengelegt, gestrichen oder neu geschaffen werden.

Die neue Struktur des AStA wird nun aus 14 Referaten bestehen. Nicolas Wartenberg, Vorsitzender des AStA, findet die Anzahl der Referate vollkommen in Ordnung. Mehr Referenten können kaum gleichzeitig in dem Büro arbeiten. Selbst jetzt sei bei den AStA-Sitzungen der Konferenzraum gut ausgelastet, da meistens noch StuPisten und Gäste anwesend sind. Großprojekte wie die Ersti-Woche seien zwar schwer zu bewältigen, aber dann müsse jeder Referent mithelfen.

Inhaltliche statt administrative Arbeit

Nach einer hitzigen Debatte wurde am 23. April 2013 die neue AStA-Struktur beschlossen. Der meist diskutierte Punkt dabei war der Wunsch des AStA nach einem Co-Referat „Administrative Belange“. Dieses Referat sollte den AStA-Vorsitzenden unterstützen, indem er die anfallenden Schreibarbeiten wie Protokolle und Einladungen übernimmt.  „Im Laufe der Jahre wurden die Verwaltungsaufgaben immer mehr und der AStA-Vorsitzende ist jetzt hauptsächlich für die Verwaltungsarbeit zuständig und weniger für seine eigentlichen Aufgaben“, erklärt Nicolas.

Für viele StuPisten war dieses Referat aber zu verwaltungstechnisch. Sie wollten eher ein Referat haben, bei dem die Studierendenschaft die Aufgaben direkt, wie zum Beispiel durch Veranstaltungen, erkennt. „Der AStA soll den Fokus auf die inhaltliche Arbeit legen und nicht auf den administrativen Teil“, erzählt Juliane Harning, Neu-StuPistin und stellvertretende StuPa-Präsidentin.

Zwar sollte das Referat für Administrative Belange den Kontakt und die Verbindung zum Hochschulsport herstellen und somit auch den direkten Dienst am Studenten ausüben, aber hier sahen einige Stupisten ebenfalls Probleme. Der Punkt Sport solle nicht nebensächlich behandelt werden, sondern ein eigenes Referat erhalten. So entschied sich das StuPa das Referat „Veranstaltungen und Sport“ in der Struktur beizubehalten.

Hierbei gab es in der StuPa-Sitzung wieder einigen Gesprächsstoff. Der AStA wollte das Referat streichen. „Wir wollten die Referenten, die sowieso mit eingebunden werden müssen, wie die Referentin für Studium und Lehre bei der 24-Stunden-Vorlesung, mehr miteinbeziehen“, erzählt der AStA-Vorsitzende. Der Veranstaltungsreferent müsse sich dann nur um den organisatorischen Teil kümmern und den inhaltlichen müsse der entsprechende Referent füllen. Das Sport-Referat war als Unterstützung des Hauptreferats „Veranstaltungen“ gedacht, sollte aber auch eigene Veranstaltungen organisieren. Diese waren schlecht besucht. Weil die anderen Referenten bei der Organisation der jeweiligen Veranstaltung gut eingebunden waren, war das Sport-Referat überflüssig geworden.

Finanzerin erhält Unterstützung

Eine weitere Veränderung ist die Neugründung des Co-Referats „Finanzen“. Im letzten Jahr war die Finanzreferentin mit den anfallenden Aufgaben mehr als ausgelastet. Die Arbeit sollen sich nun die beiden Referenten teilen. Der Hauptreferent für Finanzen behält aber weiter die Kontovollmacht, kümmert sich um die Steuerproblematik und erstellt den Haushalt für das kommende Jahr. „Der Aufwand, den die Finanzerin hat, ist allein nicht mehr zu bewältigen gewesen. Jetzt können die beiden sich die Arbeit gut aufteilen“, erklärt Nicolas weiter.

Nicolas ist mit dem neuen Modell nicht ganz zufrieden. „Es wird sich zeigen, ob man mit der Struktur arbeiten kann“, erzählt er. Juliane dagegen zeigt sich sehr zufrieden: „Es setzt ein richtiges Zeichen, dass wir eine AStA-Struktur beschlossen haben, die für die Studierendenschaft ist.“

von Corinna Schlun

Grafik: Katrin Haubold