Rezension

Das lang vermisste A von ABBA ist zurück – nach jahrelangem Rückzug aus der Öffentlichkeit hat es Agnetha Fältskog wieder zurück ins Aufnahmestudio getrieben. „A“ lautet ihr neues Studioalbum, schlicht und einfach und dennoch eine kleine Anspielung auf ihre frühere Karriere mit der schwedischen Erfolgsband ABBA. Nach dem großen Hype um „A“ ist eine leichte Enttäuschung leider nicht auszuschließen.

Es ist ein nettes Pop-Album zum nebenbei Hören geworden, schön, eingängig, gefühlvoll gesungen – aber eben nicht mehr. Sicherlich ist die Stimme der Anfang 60-Jährigen nicht mehr die, die sie einmal war, dennoch wurde zu viel Studiotechnik angewandt, um die Stimme etwas mehr in eine 08/15-Popstimme zu verwandeln. Bleibt die Frage, ob das wirklich nötig gewesen ist, denn auf dem 2004 erschienenen Album „My Colouring Book“ klang Agnethas Stimme ohne übertriebene Studiobearbeitung – oder vielleicht gerade deshalb – voll und kräftig. Das jetzige Album plätschert einfach nur sachte vor sich hin, einzig „Dance Your Pain Away“ oder „When Your Really Loved Someone“ geben dem Ganzen etwas Schwung. Auch „I Should’ve Followed You Home“ mit Gary Barlow ist ein ausgesprochen gefühlvolles und harmonisches Duett, hebt sich aber sonst nicht weiter von den restlichen sieben Liedern ab. Alles in allem ist das Album jedoch schön anzuhören und eignet sich zum Träumen, Nachdenken und Entspannen.

von Sabrina v. Oehsen

Foto: © Universa