Rezension

Aufgepasst liebe Metal Fans: das neue Album von IN EXTREMO ist auf dem Markt!

Die Band, deren Name bereits erahnen lässt, was den Hörer erwartet, brachte im September dieses Jahres die brandneue Platte mit dem Titel „Kunstraub“ heraus. Hierbei sollte die Betitelung jedoch keine falschen Assoziationen hervorrufen, denn die rockigen neuen Grooves sind alles andere als geraubt.

Die siebenköpfige Band ist bekannt für ihre ganz individuellen Klänge, die ganz allgemein  dem Mittelalter-Rock zugeordnet werden. Eine Mischung aus Instrumenten wie dem altertümlichen Dudelsack und ganz modernen Schlagzeug-Beats sowie deutschsprachigem Gesang sollten wohl die Herzen eines jeden Metal und Folk Metal Fans höher schlagen lassen.

Inhaltlich bietet das Album eine breitgefächerte Palette. Diese reicht von expressiven und rhetorisch gelungenen Texten wie beispielsweise dem Song „Feuertaufe“ über Titel, die zum regelrechten Abrocken animieren. Trotzdem ist es kein Geheimnis, dass IN EXTREMOs individuelles Programm nicht jedermanns Geschmack trifft. Zumal man über den Begriff „Gesang“ streiten kann; die Stimme des Leadsängers erinnert zuweilen eher an ein gewaltiges Röhren und gestaltet es dementsprechend knifflig, das Gesungene lückenlos zu verstehen.

Trotz der zunächst gewöhnungsbedürftigen Klänge sowie der Hingebung zum Folk Metal, lohnt es sich auch für Laien auf dem Gebiet, einmal in das Album herein zu schnuppern.

von Fabienne Stemmer

Foto: ©Vertigo Berlin