Rezension

Katie (Julianne Hough) ist auf der Flucht. Bei Dunkelheit und strömenden Regen kämpft sie sich durch das dichte Gedränge am Bostoner Bahnhof und erreicht in letzter Minute den Bus Richtung Atlanta. Das zufällige Ziel ihrer Reise ist ein kleines, gemütliches Fischerdorf – der perfekte Ort für einen Neuanfang.

Hier trifft sie auf den charmanten und attraktiven Alex (Josh Duhamel), ein alleinstehender Vater zweier Kinder. Zunächst zeigt sich Katie verschlossen; es ist offensichtlich, dass sie ein düsteres Geheimnis mit sich herumträgt. Kurz darauf entwickelt sich eine wundervolle Romanze zwischen Katie und Alex, der schon früh ein Auge auf die hübsche Flüchtige geworfen hat. Doch wie in jedem Drama bleibt es nicht bei Friede-Freude-Eierkuchen, ganz im Gegenteil. In dieser Geschichte häufen sich Probleme, die nach einer Lösung verlangen. Es wird die Problematik des heutigen Phänomens der Patchwork-Familie angeschnitten. Alex‘ Sohn trauert um seine Mutter und vermag es lange Zeit nicht, seinem Vater das neue Liebesglück zu gönnen. Noch viel dramatischer gestaltet sich jedoch Katies Vergangenheit, welche sie jederzeit einzuholen droht. Immer wieder werden Rückblenden gezeigt, welche Stück für Stück enthüllen, warum sich Katie auf der Flucht befindet. So ist auch die scheinbare Idylle des neuen Lebens getrübt vom dunklen Schatten ihrer Geschichte.
Pyramidenförmig spitzt sich das Drama zu und eskaliert schließlich auf dem alljährlichen amerikanischen Volksfest des Dorfes. Der Fluch der Vergangenheit holt Katie gnadenlos ein und richtet großen Schaden an. Alex‘ Lebensmittelladen steht in Flammen, seine junge Tochter gerät in Lebensgefahr und Katie ist einem tödlichen Duell ausgeliefert.

Die Komposition aus Spannung, Gewalt und Romanze gelingt in diesem Film außerordentlich gut. Leider fällt jedoch das Ende des Films etwas realitätsfremd aus und zieht die ansonsten sehr gut arrangierte Story damit ein Stück weit herunter. Nichtsdestotrotz präsentiert sich „Safe Haven“ als ein packendes Drama voller Spannung und Emotion und ist unbedingt weiter zu empfehlen.

von Fabienne Stemmer

Foto: © Senator Home Entertainment