Rezension

Mit „Meine Soldaten“ schoss Maxim als vermeintlicher Newcomer von 0 auf 18 in die deutschen Charts. Dabei ist er gar keiner.

Mit „Staub“ hat Maxim bereits sein viertes Album auf den Markt gebracht. Deckte er mit „Maxim“ (2005) und „Rückwärts fallen“ (2008) das Genre des Reggae ab, vollzog er dann schon beim Album „Asphalt“ (2011) den Wandel zum Pop. „Staub“ zeichnet sich vor allem durch gute Texte und schöne musikalische Klänge aus. Der Einsatz von Streichern und Klavier animiert den Hörer sich auf die Texte einzulassen und untermalen die Stimmung seiner Worte. In Liedern wie „Staub“, „Rückspiegel“ oder „Einsam sind wir alle“ bearbeitet Maxim gängige Themen von gebrochenen Herzen, verpassten Chancen und der Frage nach dem Sinn von alledem. Obwohl viel Melancholie transportiert wird, hat man als Hörer selbst nicht das Gefühl melancholisch zu werden. Im Gegenteil, bei Zeilen wie „Und das Haus aus Schrott ist eigentlich eine Ruine aus Gold“ aus dem Song „Haus aus Schrott“ muss man zeitweise sogar lächelnd dem Interpreten zustimmen, so treffend erscheinen die Sätze.

Der Song „Wut“ ist das persönliche Highlight des Albums. „Staub“ sollte genauso im CD-Regal stehen wie „Asphalt“. Maxim hat den Sprung vom Reggae zum Pop geschafft und bleibt uns hoffentlich als namhafter Künstler erhalten.

von Laura-Ann Schröder

Foto: © Warner Media Music