Rezension

Um der Hinrichtung zu entgehen, wird der Betrüger Feucht von Lipwig Postminister. Doch schnell stellt sich heraus, dass auch das nicht wirklich besser ist, da das Postamt nur noch aus dem Junior-Postboten Grütze, dem Auszubildenden Stanley und einem Berg alter Briefe besteht. Zudem sind außerdem noch alle seine Vorgänger unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen.

Dennoch schafft es Feucht, das Postamt wieder aufzubauen. Das wird allerdings von der Gesellschaft vom „Großen Strang“, die Nachrichten durch Klackertürme übermittelt – die an unsere Telegrafentürme erinnern – als Herausforderung angesehen und der Vorsitzende Reacher Gilt versucht einiges, um Feucht aus dem Weg zu räumen. Doch schon packt diesen der Ehrgeiz und im Wettstreit „Postkutsche gegen Klacker“ will er Gilt zeigen, wer der größere Betrüger, äh, cleverere Unternehmer ist.

Bereits seit 30 Jahren erscheinen fast jedes Jahr neue Geschichten aus der Scheibenwelt, die bisher 75 Millionen Mal abgedruckt und verkauft wurden. „Ab die Post“ ist eine der vielen Geschichten, aus dieser Welt. Diesen Erfolg verdankt Sir Terry Pratchett seinem unvergleichlichen Humor und der Kontinuität innerhalb der Reihe. Charaktere mit seltsamen Namen und ungewöhnlichen Eigenschaften, absurd anmutende Orte und satirische Anspielungen auf Gegenstände unserer „Rundwelt“ bewirken Lachsalven der Extraklasse. Durch Variationen in der Stimme schafft es Peer Augustinski, den verschiedenen Charakteren beim Vorlesen gerecht zu werden und den Humor der Geschichte in seiner Ironie und Absurdität zu bewahren. Manche Anspielungen erschließen sich durch ein wenig Hintergrundwissen über die Scheibenwelt besser. Dieses Hörbuch ist für alle Fans humoristischer Fantasy sehr zu empfehlen.

von Juliane Stöver

Foto: © Randomhouse