Uni-App

Rund 150 Beschlüsse fasst das Studierendenparlament in einer Legislatur. Aber was passiert danach? moritz ist der Sache auf den Grund gegangen. Dieses Mal: die Uni-App.

Viele Studenten haben sie vielleicht schon an anderen Universitäten kennengelernt und vermissen nun die vielen praktischen Anwendungen, die den Alltag ein wenig einfacher machen. Egal, ob man schnell nachsehen möchte, ob es in der Mensa ein neues Gericht gibt, wann genau die Vorlesung stattfindet, oder ob die Bücher, die man sich in der Unibibliothek ausleihen möchte, schon angekommen sind. Am Besten wäre es, wenn man das so unkompliziert wie möglich machen könnte: Die Rede ist natürlich von der so genannten Uni-App, die es in Greifswald bisher leider noch nicht gibt. Das dachten sich auch die ehemaligen Mitglieder des Studierendenparlaments (StuPa) Hendrik Hausschild und Christoph Böhm, welche am 23. Oktober 2012 im StuPa einen Antrag stellten. „Die Hochschulgruppe der Jungen Union hatte seit April 2012 versucht, sich für eine Reform der Online-Funktion der Universität einzusetzen“, erklärt Christoph. Auch das Studentenwerk und die Universität arbeiteten seit August desselben Jahres an verschiedenen ähnlichen Projekten. Das Ziel des Antrags war es, diese Projekte zusammenzubringen. Nach zwei Ergänzungen wurde der Antrag im StuPa einstimmig angenommen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) bekam den Auftrag mit der Universität, dem Studentenwerk und der Universitätsbibliothek zusammenzuarbeiten, um diese gemeinsame App zu ermöglichen. Christoph war bei einigen Arbeitsterminen des AStA dabei und half bei der Konzeptplanung, Rechtsfragen und dem Design. Obwohl sich die Studierendenschaft für diese App eingesetzt hat, ist ein Jahr später immer noch keine Uni-App vorhanden. Problem war, dass sowohl das Studentenwerk, als auch die Universität ihre Projekte – trotz aller Versuche des StuPa, des Senats, des Verwaltungsrates des Studentenwerks und des AStA – aus Kostengründen einstellten.

 „Momentan wird sich besonders mit der Optimierung der Uni-Website befasst“, so die AStA-Vorsitzende Johanna Ehlers. Dafür soll es ein neues Konzept geben. Die englischsprachigen Teile der Website sollen vergrößert und auch die Nutzungsmöglichkeiten durch Smartphones sollen verbessert werden. Im neuen Jahr soll die Einführung der Uni-App wieder verstärkt in den Fokus gerückt werden.

von Vincent Roth