Ende des Sommersemesters 2010 wurde das Historische Institut aufgrund von Einsturzgefahr geschlossen. Seitdem sind die Lehrstühle auf verschiedene Gebäude in der Stadt verteilt. Viele neue Geschichtsstudenten kennen ihr eigentliches Institutsgebäude nicht mehr. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass viele Bauten auf der Kippe stehen.

Auch die Alte Physik ist so ein Fall. Gelder, die für die Sanierung vorgesehen waren, sollen jetzt für Mitarbeiterstellen verwendet werden. Rund 40 befristete Verträge könnten somit verlängert werden, vorausgesetzt der Senat beschließt den Haushalt dahingehend. Dies passiert frühstens im April. „Wir schaffen die Möglichkeit, die befristeten Stellen für junge begabte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vorerst weiter zu finanzieren und gewinnen Zeit. Nun ist es am Land zu handeln, damit diese klugen jungen Menschen nicht das Land verlassen, weil sie keine Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern mehr für sich sehen“, so Johanna Eleonore Weber, Rektorin der Universität Greifswald.

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hatte – gegen den Willen der Hochschulen – keine weiteren finanziellen Mittel für die Hochschulen bereitgestellt.
Die Rektorate haben nun erreicht, dass  Wirtschaftsprüfer die Bilanzen der Universitäten Rostock und Greifswald beurteilen. Sollten die Ergebnisse zeigen, dass die angemeldeten Defizite zutreffend sind, müssten die Haushalte aufgestockt und der Mehrbedarf gedeckt werden. Dann könnten auch die Alte Physik und das Historische Institut saniert werden.

von Corinna Schlun

Foto: Corinna Schlun