Ein genervter Allgemeiner Studierendenausschuss blieb am 22. April nach der Sitzung des Studierendenparlamentes zurück. Der Grund: Ihr Vorschlag für eine neue Struktur wurde nicht angenommen. Warum haben wir das ausgearbeitet?, fragen sich da die Referenten.

Hitzig ging es bei der Debatte um die Struktur des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) am Dienstag nach Ostern zu. Große Änderungswünsche hatten die Referenten bei ihrem Vorschlag sowieso nicht: Ein wenig wurden die Ausschreibungstexte geändert, weil etwa Projekte wie das „Campus Europae“ beim Referat für Internationales entfiel – dafür kam das Projekt „Regenbogen“ hinzu. Beide Änderungen wurden angenommen. Überhaupt hatte das Studierendenparlament (StuPa) bei solchen und formalen Änderungen kein Problem, dem Vorschlag des AStA zu folgen.

Besonders als die Frage debattiert wurde, in welchen Bereich das Referat für Fachschaften und Gremien angesiedelt werden sollte, ging es hoch her. Der Vorschlag des AStA sah vor, dass das Referat aus dem hochschulpolitischen in den administrativen Bereich verlagert werden soll, da die Referentin Lea Otte in der letzten Legislatur eher mit dem Finanzreferenten Till Lüers als mit dem Hochschulpolitikreferenten Benjamin Schwarz zusammen gearbeitet habe. „Es ist ein notwendiger Schritt aus den Erfahrungen des letzten Jahres”, erklärte Till auf der StuPa-Sitzung. Doch auf die Erfahrungen des AStA gab das StuPa anscheinend nicht viel. Viele StuPisten sehen in dem Referat eine Anlaufstelle für die Fachschaftsräte, die studentischen Senatoren und Fakultätsratsmitglieder. Besonderer vehement verteidigte Milos Rodatos den Verbleib im hochschulpolitischen Bereich: „Es wäre richtig uncool, wenn wir Fachschaftsräte haben, die Ende 2015 abgewickelt werden. Denn davor stehen wir!“

Auch im Kulturbereich sollte sich einiges ändern. Zurzeit kümmert sich nur die Hauptreferentin um die Belange der studentischen Kultur, während der Co-Referent den Schwerpunkt auf Sportveranstaltungen hat. Im vergangenen Jahr habe der Hochschulsport deutlich gemacht, dass er im Augenblick keine Kooperationen mit dem AStA wünsche, erklärte Till. Dem Co-Referenten sollen mehr Aufgaben zugewiesen werden können – vor allem sollte er die Hauptreferentin bei den Belangen der studentischen Kultur unterstützen, denn „ein Referent kann sich nicht um die ganze studentische Kultur kümmern”, hob die jetzige Hauptreferentin für Veranstaltungen Magdalene Majeed hervor. Doch auch hier entschied sich das StuPa gegen den Vorschlag und setzte die alten Ausschreibungstexte wieder ein.

Alles in allem hat sich die AStA-Struktur im Vergleich zur letzten Legislatur also nicht stark verändert. Das war teilweise so vorgesehen, da sich die Struktur bewährt hatte, jedoch wurden nicht einmal die wenigen gewünschten Veränderungen durch das StuPa umgesetzt.

von Katrin Haubold