Der Sommer steht an und mit ihm die Möglichkeit, Greifswald und seine Umgebung zu erkunden. moritz-Redakteure verraten ihre zehn liebsten Orte und Aktivitäten, die sie in keinem Sommer missen wollen.

Nur schnell wieder raus

Draußen wird es langsam wärmer, aber noch ist kein Badewetter. Ganz Greifswald wartet auf angenehme Wassertemperaturen. Ganz Greifswald? Nein. Eine kleine Anzahl unbeugsamer Greifswalder steht schon Anfang Mai am Strandbad in Eldena und macht sich fertig für das alljährliche Anbaden. Der Zeremonienmeister spricht ein paar weise Worte und kurz darauf stürzen sich die Badewütigen in den Bodden – und laufen…laufen…laufen. Die Füße werden schon recht kalt, aber noch ist man nicht weit genug draußen, um mit dem Kopf unterzutauchen – denn mit trockenen Haaren geht hier keiner nach Hause! Danach kann man sich zufrieden ins Handtuch kuscheln und die wartende Teetasse in Empfang nehmen. Die Badesaison ist nun offiziell eröffnet – und im Oktober wird sie mit dem Abbaden würdig beendet.

von Katrin Haubold

Picknick in Greifswalds Oasen

GartenDie Sonne scheint, ein leichtes Lüftchen weht und eigentlich müsste man etwas für die Uni tun. Der perfekte Zeitpunkt, seine bessere Hälfte oder einen Haufen Freunde zu einem Picknick zu überreden. Fehlen nur noch ein kleiner Einkauf und ein kurzer Weg mit dem Drahtesel – schon ist man im Botanischen Garten oder im Arboretum. Dort angekommen, kann man sich auf einer grünen Wiese den Bauch vollschlagen, die verrücktesten Pflanzennamen suchen oder einfach die Seele baumeln lassen. Für das schlechte Gewissen kann man natürlich auch das Vorlesungsskript mitnehmen, um vor Ort eine gute Ausrede zu finden, es dann doch nicht zu lesen.

von Andreas Jaeckel

 

Ein Fahrrad haben – und damit zum Ostseebad Lubmin fahren

StrandZieht man zum Studium nach Greifswald, will man vor allem eines: Sonne und Strand. Ist man dem in Wampen und Eldena zur Genüge nachgekommen, sollte man mindestens einmal einen “richtigen” Strand sehen, nämlich den im Ostseebad Lubmin. Ein befreundeter Amerikaner fragte mich, ob es hier sehr viele Optiker gäbe – schließlich würde sogar der Ort “see bad” heißen.

Besonders schön ist die sommerliche Fahrradtour über Ludwigsburg, Lankener Wald, Loissin und schließlich Lubmin. Die Radtour führt an einem alten Schloss (Ludwigsburg), Kitesurfern (Loissin), Campingplätzen und kleinen Imitaten der Rügener Steilküste (zwischen Lanken und Loissiner Wald) entlang. Dauer: ein sonniger Tag. Entfernung: 40 Kilometer hin und zurück.

von Leonard Mathias

 

Uni in der Nacht

 

nachtSolltet ihr selbst die Stadt erkunden, oder für Freunde und Verwandte einen Rundgang durch die Innenstadt planen, ist es sicherlich sinnvoll, diesen bei Tageslicht zu beginnen, ihn jedoch erst nach Einbruch der Dunkelheit zu beenden. Denn erst dann wird der Innenhof des alten Universitätscampus und damit auch die frühere Vorderseite des sich dort befindlichen Universitätshauptgebäudes angestrahlt. Die Lichter aus dem Boden scheinen sowohl auf die angelegten Bäume, als auch auf das große Wappen. Ein Anblick, der sich im Sommer sowie auch im Winter lohnt. Jedoch ist er nur wenigen bekannt oder wurde nur von wenigen Einwohnern der Stadt Greifswald wahrgenommen.

von Yasmin Müller

 

Hafenstunden

HafenGreifswald – eine kleine Universitätsstadt, auf den ersten Blick vielleicht etwas unscheinbar. Aber wer einmal genauer hinschaut, sieht, dass Greifswald viel zu bieten hat. Greifswald ist eine Stadt, die ihren Charme erst entfalten muss. In Deutschland gibt es zwar viele Universitätsstädte, aber Greifswald gehört zu den wenigen, die einen kleinen Hafen haben, an dem man sich für ein paar Stunden in die Sonne legen, mit Freunden grillen oder einfach die Seele baumeln lassen kann. Es ist einfach unglaublich entspannend, sich an einem sonnigen Tag eine Decke zu schnappen und zum Hafen zu fahren, um dort gemütlich auf der Wiese sitzend Eis zu essen, sich von der letzten Vorlesung zu erholen oder ein Buch zu lesen.

von Sabrina v. Oehsen

 

Auf dem Ryckweg

RyckGreifswald weiß mit seiner schönen Natur zu begeistern. Besonders einladend ist das Ufer des Rycks. Mit einem knapp 4,5 Kilometer langen Weg, beginnend am Museumshafen und bis hin nach Wieck, kann unsere malerische Hansestadt eine besonders schöne Laufstrecke aufweisen. Vor allem die frische Luft und der sanfte Untergrund machen das Laufen zu einem einmaligen Erlebnis. Unterwegs trifft man den einen oder anderen Angler und kann eventuell nebenher ein Drachenbootrennen beobachten. Ohne Kopfhörer kann auf der Route auch den Klängen der Natur gelauscht werden, was zu einer All-Round-Entspannung führt. In Wieck angekommen, sorgt ein erfrischende Eis für den perfekten Abschluss.

von Tobias Bessert

 

Australier aus der Nähe

KängeruEtwas versteckt, aber dennoch nur wenige Gehminuten von der Langen Straße entfernt, erstreckt sich der idyllische Tierpark der Hansestadt. Neben kuschelnden Stachelschweinen, aufgeweckten Erdmännchen und flauschigen Kaninchen sind hier die sogenannten Bennett-Kängurus wohnhaft. Tierpark-Besuchern ist die besondere Möglichkeit gewährt, das Gehege zu betreten und die scheuen „Australier“ aus nur wenigen Metern Entfernung zu betrachten. Besonders bezaubernd wird es für jene Beobachter, die den Moment erhaschen, in dem ein kleines Känguru-Baby wagemutig das Köpfchen aus dem Beutel der Mutter streckt. Wer einen schönen Frühlingstag zur Abwechslung abseits von Hafen und Innenstadt verbringen möchte, sollte also unbedingt die schöne Anlage des Tierparks auskundschaften.

von Fabienne Stemmer

 

Fischbrötchen essen in Wieck

FischWenn man am Hafen entlangläuft, einem der Wind und der Geruch von frischem Fisch dabei um die Nase blasen, meldet sich meist augenblicklich der Magen zu Wort und beansprucht sein Recht auf Aufmerksamkeit. Ein leckeres Fischbrötchen oder auch mal einen Backfisch kann man theoretisch überall essen, aber nur in Wieck kommt dabei das richtige Gefühl auf, wirklich an der Küste zu sein. Es ist einfach die Atmosphäre des Hafens, die beschaulichen Häuser mit Reetdach, das Geschrei der Möwen und der Geruch des Meeres, was das Fisch essen in Wieck jedes Mal zu einem Erlebnis macht. Hier, wo man fern dem Trubel von Großhäfen ist und der meiste Fisch noch vor Ort gefangen wird, ist Fisch essen das was es sein soll – ein kulinarisches Erlebnis, das man nur hier so erlebt.

von Tom Peterson

 

Greifswalder hautnah

KuchenIn dem uralt anmutenden Caféhaus Marimar am Marktplatz bekommt man nicht nur die wunderbarsten hausgemachten Torten Greifswalds sondern auch die ganz besondere Gelegenheit, echte Greifswalder zu beobachten. Wir als Studenten bewegen uns in unserem ganz eigenen kleinen Mikrokosmos. Wir sind überzeugt davon, dass die Hansestadt ohne uns Lernwillige gar nicht existieren würde. Doch das stimmt nicht. Davon überzeuge ich mich immer wieder gerne bei einem leckeren Stück Torte. Im Marimar findet das Leben der Ureinwohner direkt vor unseren Augen statt. Rentner, Familien und junge Paare tummeln sich hier. Es gibt tatsächlich originale Greifswalder und deren Erforschung lohnt sich.

von Lisa Klauke-Kerstan

 

Heimsieg des FC Pommern Greifswald

FußballIm Sommer ziehen natürlich der Strand und der Dom die meisten Schaulustigen nach Greifswald. Doch darf es nicht auch mal etwas anderes sein? Zum Beispiel ein Derby-Sieg im Greifswalder Volksstadion. Für den studentischen Eintrittspreis von vier Euro bekommen Fußball – wie auch Nicht-Fußballfans einiges geboten. Neben den Expertengesprächen der selbsternannten Fußballfachmänner und -frauen sind ab und an auch Pyro-Choreos der Gästefans inklusive. In dieser Saison können die Heimspiele mit viel Zuversicht besucht werden, denn sieben Siegen stehen lediglich zwei Niederlagen gegenüber. Auf kurz oder lang kann das Ziel des FC Pommern Greifswald nur der Aufstieg in die Regionalliga sein – also auf zum Jubeln ins Stadion!

von Markus Teschner