Einer der kleinsten Studiengänge an der Universität Greifswald war der Master „Baltische Regionalstudien“. In den letzten Jahren waren nur sieben Studierende eingeschrieben, von denen fünf den Abschluss gemacht hatten. So war eines nach der Senatssitzung im Februar klar: Die Universität musste diesen Studiengang zum Sommersemester schließen. Dass es keine neuen Einschreibungen zum Wintersemester 2013/14 gab, begünstigte die Gelegenheit den Master abzuschaffen.

„Die Schließung ist für die Baltistik nur auf den ersten Blick traurig, weil ein Masterabschluss in Baltistik weiterhin möglich sein wird“, erklärt der Dekan der Philosophischen Fakultät, Professor Alexander Wöll. Der unbeliebte Studiengang wird durch einen neuen ersetzt. Schon im kommenden Semester kann an der Universität Greifswald der Master „Sprachliche Vielfalt“ studiert werden. Bei diesem interdisziplinären  Linguistikstudium können die in Greifswald angebotenen Sprachen miteinander kombiniert werden. Eins bleibt jedoch gleich: Auch in diesem Studiengang ist die Kooperation mit der Stadt Vilnius gegeben. Dies „ist nicht nur eine ‚Zwecklösung‘, sondern eröffnet in der Ausbildung ganz neue Möglichkeiten“, so Wöll.

Bei einer Schließung eines Studiengangs – wie in diesem Fall der baltische Masterstudiengang – wendet sich das Institut an das Dekanat. Dieses geht mit dem entsprechenden Antrag an die Rektorin, die anschließend dem Antrag zustimmt oder ablehnt. Die Schließung des Studiengangs „Baltische Regionalstudien“ konnte die Rektorin Johanna Eleonore Weber nur bejahen.

von Angela Engelhardt und Corinna Schlun

Foto: Corinna Schlun