So heißt ein Festival in unserer schönen Hansestadt, doch der Name steht für sehr viel mehr. Manche schwache Bande der Liebe wurden bereits in lauen Sommernächten am Hafenufer geknüpft. Täglich wird hier im Sommer die Liebe zelebriert, dafür braucht es kein extra Festival.

Ob nun die Liebe zur Sonne, die Liebe zu Freunden oder die Liebe zu dem Menschen, den man in der Vorlesung immer anschauen muss. Mücken, die Schmetterlinge des braunen Wassers, sind Zeugen dieser mal stillen, mal lauten und immer magischen Momente. Es wird Herbst und wir erinnern uns alle an die Liebesstunden am Greifswalder Hafen zurück. Die ersten vorsichtigen Versuche, barfuß über die Wiese zu gehen, zaghafte Blicke in Richtung der Bar „Linie 1“ und die Suche nach den Sternschnuppen.

Doch so eine Hafenliebe hat nicht nur einfühlsame, weiche Momente. Stürmisch wie die See kann es manchmal werden. Dahinfließende Sommerfrisuren, wegwehende Einweggrille und sprintende nackte Füße erblickt man dann im Herzen unserer Stadt. Nach ein paar Stunden herrscht aber wieder Friede Freude Eierkuchen und am allerschönsten ist doch immer noch ein kaltes Versöhnungs-Bier.

Sollte es einmal endgültig sein mit der Liebe, dann bricht man eben auf zu neuen Ufern. Sticht in See und landet irgendwann vielleicht einmal im Ehehafen. Wer weiß das schon so genau. Doch eins ist sicher: Hafenliebe ist und bleibt aufregend. Ihr werdet es sehen, wenn die Boote wieder frisch herausgeputzt im Frühjahr in den Sommer starten.

von Lisa Klauke-Kerstan

Foto: Lisa Klauke-Kerstan