Crowdfunding? Das ist doch das, worüber sich vor allem Musiker ihre neuen Alben finanzieren, oder?

Ja, dadurch ist dieses Phänomen der gemeinsamen Finanzierung von Projekten bekannt geworden. Jetzt ist Crowdfunding für eine andere Nische angewandt worden. Laut spiegel online hat eine britische Studentin eine Crowdfunding-Seite gestartet, um sich ihr Masterstudium in Oxford zu finan-zieren.

Das Studium kostet die Studentin cirrund 33 000 Euro. Da sie nach ihrem Bachelor schon genügend Schulden hatte, hätte sie sich das Masterstudium in Oxford nicht ohne neue Schulden leisten können. Den Sponsoren verspricht sie als Belohnung, das, was sie im Studium lernt, zu teilen. Und auch wenn es Kritiker für diese Art der Studienfinanzierung gab: Die Aktion hatte Erfolg. In acht Wochen haben sie bereits 420 Sponsoren unterstützt. Ihre Crowd umfasst inzwischen  beinahe 22 000 Pfund, umgerechnet rund 27 500 Euro. Die britische Studentin ist ihrem großen Traum von einem Masterstudium in Oxford damit einen großen Schritt näher gekommen.

Ist diese Art der Studienfinanzierung vielleicht auch eine Option für deutsche Studenten? Einen Versuch wäre es zumindest wert. Immerhin  zählen laut einer Studie der Hochschul-Infomations-Systems GmbH finanzielle Probleme mit 19 Prozent zu den drei häufigsten Gründen für einen Studienabbruch – und das trotz wegfallender Studiengebühren in vielen Orten.  Dann heißt es bald vielleicht: Studien-Crowd statt Studien-Kredit.

von Wiebke Evers

Foto: Wiebke Evers