Rezension

Ihre Stimme ist einzigartig. Unter hunderten von Sängerinnen würde man sie sofort erhören: Lana Del Rey. Im Juni 2014 brachte die Künstlerin nun ihr drittes Studioalbum „Ultraviolence“ heraus. Die Sängerin die bürgerlichen Namen eigentlich Elizabeth Woolridge Grant heißt, schrieb alle Stücke, bis auf eine Ausnahme, mit wechselnden Komponisten. Auch die Texte entstammen der eigenen Feder, sodass ihr neues Album absolute Authentizität erhält und sich von zahlreichen fremdkopierten Chartpüppchen deutlich abhebt. Nur der Song „The Other Woman“ ist eine Coverversion und erschien wurde im Original 1959 von Nina Simone gesungen.

Das Album erscheint in bekannter Manier: Es verbreitet eine eher melancholische, sehr in sich gekehrte Grundstimmung. Ob dies nun gut oder schlecht ist, bleibt Ansichtssache. Die Frau hat eine ausgesprochen wunderbare Stimme, dies wird mit jedem ihrer Songs immer wieder deutlich. Ebenso merkt man, dass sie mit Leidenschaft bei ihrer eigenen Musik ist. Aber Lana Del Rey hätte sicher auch das Potenzial etwas erfrischendere Musik zu produzieren. „Ultraviolence“ lädt dazu ein sich ins Bett zu legen und nachdenklich zu werden, aber nicht das Leben ausgiebig zu genießen. Sie selbst bewertete ihr Album folgendermaßen:„Wenn Leute nach meinem neuen Album fragen, muss ich ehrlich sein – ich weiß es nicht. Ich weiß nicht was ich sagen soll. Definitiv ja, das nächste wird besser als dieses, weil ich nicht an ein nächstes glaube. Meine Muse ist sehr wankelmütig. Sie kommt nur manchmal zu mir, was ärgerlich ist.“ Ihr Vorgängeralbum „Born to Die“ verkaufte sich über fünf Millionen Mal, man darf gespannt sein, ob sie sich die stolze Zahl auch bei „Ultraviolence“ halten lässt.

von Laura-Ann Schröder

©Universal