Im April 2014 startete die Stadt Greifswald eine Bürgerbefragung zu dem Thema, wie die Innenstadt und die Fleischervorstadt im Jahr 2030 aussehen sollen. Dabei wurde unter anderem aufgenommen, welche Erfolge und Misserfolge die Stadtentwickler in den letzten Jahren machten und was den Menschen für zukünftige Sanierungspläne wichtig wäre. Außerdem wurde gefragt, wie zufrieden die Bewohner mit der Wohnsituation sind. Das Ergebnis: Trotz überdurchschnittlicher Mieten wohnen die Einwohner sehr gerne in ihrem Stadtteil.

Die größten Schwächen hingegen sind  das Fehlen von Grünanlagen in der Fleischervorstadt und ein hoher Sanierungsbedarf etlicher Gebäude in beiden Stadtteilen. Dennoch scheinen beide Viertel durch ihre Nähe zum Ryck sowie zu Kultur- und Bildungseinrichtungen beliebt zu sein, besonders bei Studenten.

Konkrete Pläne sollten am 5. Juli 2014 in der „Zukunftswerkstatt zum Städtebaulichen Rahmenplan Innenstadt/Fleischervorstadt“ in Zusammenarbeit mit interessierten Bürgern erarbeitet werden. Arbeitsgruppen sammelten Ideen und entwickelten Pläne. Nicht nur, wie es in Zukunft aussehen soll, sondern auch, was heute schon getan werden kann. Wieder einmal angesprochen wurden dabei die Verkehrsberuhigung einiger Straßen und die Kooperation zwischen Universität und Stadt. Eine weitere Diskussion ist für diesen Herbst geplant. Der entstehende Rahmenplan soll dann im ersten Halbjahr 2015 von der Bürgerschaft der Stadt Greifswald abgesegnet werden.

von Juliane Stöver

Foto: Juliane Stöver