CorinnaStillstand – Typisch für Greifswald. Wenn die vorlesungsfreie Zeit beginnt, die Klausuren bestanden und die Hausarbeiten abgegeben sind, kehrt Ruhe ein in der Stadt. Die Studenten verschwinden in die Heimat und übrig bleiben die wenigen Ur-Greifswalder und ein paar wenige Studenten, die auch am Ende des Semesters noch nicht von ihren Prüfungen und Arbeiten erlöst sind. Die Straßen sind leer und selbst die Schlange im Drogeriemarkt ist kürzer denn je. Greifswald beginnt zu schlafen und wacht erst wieder auf, wenn das neue Semester beginnt. Selbst die Unmengen an Touristen schaffen es nicht die müden Gassen zu erwecken.
Aber befindet sich die Stadt wirklich in einem Tiefschlaf oder macht sie nur den Anschein einer schlafenden Stadt?

Ganz im Gegenteil: In der Stadt und Universität herrscht reges Treiben, um Veränderung voran zu bringen. Sei es die lang erwartete Eröffnung des Technischen Rathauses oder der neuen Social Urban Gardens. moritz. hat sich den neuen grünen Flecken Greifswalds mal angeschaut und mit den Verantwortlichen von Polly Faber gesprochen. Aber nicht nur die Studenten planen Veränderungen, sondern auch die Universität selbst.

Dabei dreht sich natürlich alles wieder ums Geld, denn schließlich spielt das liebe Geld schon eine ganze Weile eine wichtige Rolle – die Universität plagen Geldsorgen. Aber jetzt gibt es zwei Lösungsansätze. Die Studierenden wollen einen Erotikkalender produzieren, um auf die finanziellen Probleme hinzuweisen und einige Dozentenstellen zu retten. Wie die Organisation und Durchführung geklappt hat, könnt ihr in diesem Heft nachlesen. Aber neben dem Engagement der Studierenden wird es wohl auch Geld vom Land geben – zumindest hoffen das viele. Der Bund übernimmt nämlich die Hälfte der BAföG-Gelder, somit hätte das Land wieder Geld zur Verfügung. Rund 27 Millionen Euro könnte Mecklenburg-Vorpommern in die Bildung stecken, aber wohin die Gelder genau gehen sollen, könnt ihr in einem der folgenden Artikel herausfinden.
Auch bei den moritz.medien weht frischer Wind: Nach den letzten Jahren starten wir zum kommenden Semester mit neuem Logo und einer knalligen Farbe. Außerdem haben wir eine eigene Archivseite aufgebaut, auf der wir Schritt für Schritt die Artikel aller jemals erschienenen Hefte hochgeladen werden. Schon ab Oktober könnt ihr die Artikel ab dem Jubiläumsheft 100 auch online lesen. Zu finden ist das Ganze unter www.moritz-magazin.de. Für mich ist an dieser Stelle nach zwei Jahren Chefredaktion beim Magazin leider Schluss.

Es scheint als ob sich in Greifswald doch eine Menge bewegt. Ich bin gespannt, was das nächste Semester so bringt. Viel Spaß beim Lesen.

von Corinna Schlun

Foto:  Lisa  Sprenger

 

Das Heft könnt ihr hier durchblättern: