„Und die diesjährige Miss* Uni ist … !“
So könnte es bald an der Uni Greifswald lauten, wenn eine jährliche Miss* Uni-Wahl tatsächlich umgesetzt werden würde. Antragsteller und Ideengeber auf der Vollversammlung der Studierendenschaft war Die PARTEI. Björn Wieland, Vorsitzender der Hochschulgruppe, wollte mit dem Antrag den Fokus von der geballten Intelligenz einer Universität auf rein optische Aspekte lenken: „In einer Stadt, die vor Intelligenz nur so strotzt, ist es doch logisch, dass das entscheidende Attribut in der menschlichen Fortpflanzung hinten hinunter fällt“. Für die Wahl zur Miss* Uni soll nur die Attraktivität der Bewerber ins Gewicht fallen, damit die Wahl nicht Ergebnis der Willkür der Jury-Mitglieder ist.

Also alles schon durchdacht? Trotz eines Konzepts wurde der Antrag von Studierendenschaft abgeschmettert. Warum? Ist es dem Ruf des Antragstellers Die PARTEI geschuldet, der ihnen vorauseilt? Berühmt berüchtigt sind diese ja eher für Klamauk, als für ernsthafte Politik. Björn Wieland findet eine andere Erklärung: „Das kann einzig und allein an der sehr weit hinten liegenden Stelle des Antrags in der Tagesordnung liegen.“ Die Studierenden sind ja auch nicht gerade für ihr Durchhaltevermögen auf Versammlungen bekannt. Schnell wird da lieber das Smartphone gezückt und im Netz gesurft.
Doch hingeschmissen wird nicht! Die Umsetzung der Miss* Uni-Wahl wird, trotz des abgelehnten Antrags, weiter verfolgt. Wer weiß, vielleicht gibt es in diesem Jahr schon die erste Miss* Uni.

von Wiebke Evers

Foto: Jan Krause