mm116_3_Jenia_Lisa Klauke-Kerstan„Studiere ich das Richtige?“ Das ist die Frage, die sich einige meiner neuen Bekanntschaften in Greifswald nach dem ersten Semester stellen. Zum einen wurden Erwartungen enttäuscht, zum anderen eigene Fähigkeiten falsch eingeschätzt. Ich zweifle bisher nicht. Auch wenn die Fragen der Verwandtschaft, was ich denn mit Slawistik und Kunstgeschichte anfangen wolle,  langsam nerven. Ich versuche dann immer auszuweichen und sage: „Na leben, was sonst?“ Wer aber erfahren möchte, ob er in seinem Studiengang richtig ist, oder sein Glück lieber woanders suchen sollte, der unterzieht sich besser unserem kleinen Psychotest.

Ein wenig „psycho“ mag es einem vielleicht auch erscheinen, in alte Ruinen einzubrechen, um dort ausgefallene Fotomotive zu finden. Ja, so eine Szene gibt es auch in Greifswald! Näheres zu diesem nervenkitzelnden Hobby findet ihr in unserer Fotoserie. Aber zum Glück gibt es auch noch vernünftigere Studenten, die an der Uni handfestes Geld verdienen. Um ihr Treiben näher zu beleuchten, hat moritz. den studentischen Hilfskräften in verschiedenen Instituten über die Schulter geschaut und sie mit Fragen gelöchert. Dabei haben viele gesagt, dass es schön ist, wenn der Nebenjob thematisch mit dem eigenen Studium zusammenhängt und nebenbei auch noch Geld abwirft. Aber es ist nicht gerade einfach, an so eine Stelle zu kommen. Da bleibt der Mehrheit wohl doch nur der Aushilfsjob an der Kasse oder im Café.
Ja, das liebe Geld. Man gewinnt es und im nächsten Moment verliert man es wieder, obwohl man doch nur kurz bei Amazon vorbeischauen wollte. Es ist fast wie in einem großen Spiel – mit uns Menschen als Spielfiguren. Und in jedem guten Spiel gibt es Hierarchien, Punkte und Besitztümer. Als „Gamification“ wird diese Übertragung von spieltypischen Elementen in einen realen Kontext bezeichnet. Was das mit unserer Hochschulpolitik zu tun hat, könnt ihr in dieser Ausgabe nachlesen.

In der Redaktion denken wir oft darüber nach, wie wir noch mehr Leser erreichen können. Vor allem die Nicht-Geisteswissenschaftler. Vielleicht gelingt es uns ja diesmal mit einem Interview über den Hartmannbund, den Verband deutscher Ärzte. So oder so sind alle eingeladen, Teil unseres Stammpublikums zu werden!

von Jenia Barnert

 

Das Heft könnt ihr hier durchblättern: