Rund 150 Beschlüsse fasst das Studierendenparlament in einer Legislatur. Aber was passiert danach? moritz. ist der Sache auf den Grund gegangen. Diesmal: E-Sport.

Einmal für den Lieblingsverein auf dem Fußballplatz stehen. Welcher männliche Student kennt diesen Kindheitswunsch nicht? Reicht das Talent nicht, oder wird man durch Verletzungen zurückgeworfen, bieten Spiele wie Fifa und Pro-Evolution-Soccer zumindest noch die Möglichkeit, das virtuelle Trikot überzustreifen.

Gerade in den letzten Jahren hat die E-Sport-Bewegung zugenommen. Beim E-Sport treten Spieler aus ganz Deutschland im Internet gegeneinander an. Deshalb haben sich in diesem Februar elf Stupisten zusammengefunden, um einen Antrag in das Studierendenparlament (StuPa) einzubringen.  Ziel des Antrages: Die Gründung einer universitätseigenen E-Sport-Liga. In ihr sollen die Studierenden die Fußballsimulation FIFA gegeneinander spielen und den besten unter sich finden. „Das Potential an einer Universität mit so vielen jungen Menschen ist enorm“, begründen die Antragssteller ihr Ersuchen. Das StuPa folgte den Vorstellungen der Antragssteller und beauftragte den Allgemeinen Studierendenauschuss (AStA) mit der Organisation der E-Sport-Liga.

Momentan kümmert sich Fabian Schroedter, AStA-Co-Referent für Veranstaltungen und Sport, um die Organisation des Turniers. Bei der Prüfung, wie das Turnier stattfinden kann, ist ihm aufgefallen, dass eine Umsetzung durch die Institutionen auf der Ebene der Universität wegen der fehlenden Technik nicht realisierbar ist. Um das Problem zu lösen, soll das erste Turnier deshalb zunächst auf privater Technik laufen. Das würde heißen, dass jeder Teilnehmer einen eigenen Rechner zum Spieltag mitbringen müsste.

Die Arena, wenn man so will, soll der Konferenzsaal des AStA sein. Hier sollen die Spiele ausgetragen werden. Gestartet wird das Turnier in einer Gruppenphase, danach  wird in einem K.O.-System gespielt. Der Spielmodus gleicht dem der Fußballweltmeisterschaften. Am Ende wird ein Pokal an den Sieger vergeben. Wie viele Gruppen es geben wird und wie groß diese Gruppen sein werden, hängt von den Anmeldezahlen ab. An dem Turnier teilnehmen dürfen nur Studierende der Universität Greifswald.

2011 hatte die Universität Göttingen schon einmal versucht, eine E-Sport-Liga ins Leben zu rufen. Die Gründung verlief aber im Sande. Eine Zusammenarbeit mit anderen Universitäten ist nach Fabian nicht geplant, aber eine Möglichkeit für die Zukunft. Fabians Einschätzungen nach ist das Turnier in der aktuellen Legislatur des AStA nicht mehr realisierbar.

von Tobias Bessert

Foto: Lisa Klauke-Kerstan