Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich vor dem Computer saß und mich für mein Studium in Greifswald eingeschrieben habe. Ohne weiter nachzudenken habe ich meine Fächer in den vorgegebenen Kästchen angeklickt. Geschichte und Skandinavistik. Nein halt, waren es nicht Skandinavistik und Geschichte? Als Studierender kann man schon mal vergessen, in welcher Reihenfolge man seine Fächer eingetippt hat, dabei trifft man damit eine wichtige Entscheidung. Zumindest wenn man den Bachelor of Arts oder auf Lehramt studiert.

Zum einen wird durch die Reihenfolge der Eingabe festgelegt, welcher Fakultät man zugeteilt wird und zum anderen bekommen die erstgenannten Fächer die Gelder aus der Wohnsitzprämie. Die Wohnsitzprämie ist ein Zuschlag vom Land, der immer dann gezahlt wird, wenn mehr als die Hälfte der Studierenden eines Studienganges ihren Hauptwohnsitz nach Greifswald verlegt haben. Für jeden weiteren Studierenden erhält die Uni dann vom Land 1.000 Euro. Im mm107 gab es schon mal einen längeren Artikel dazu. Das Problem ist jetzt, dass einige Fächer aus irgendeinem Grund von den Studierenden häufiger als Zweitfach angegeben werden als andere. Den Fachschaften, die dieses Problem haben, fehlen dadurch Mittel, die sie meistens dringend brauchen würden. Zu diesen Fachschaften zählen beispielsweise Geschichte und Wirtschaft. Es ist also sehr wichtig, dass man die Reihenfolge weise wählt. Schlecht ist es nur, wenn unter den Studiengängen zulassungsbeschränkte Fächer sind. Die stehen nämlich immer zuerst.

von Vincent Roth

Foto: Lisa Klauke-Kerstan