Die Uni wünscht sich einen neuen Slogan. Klar, jetzt da Wissen nicht mehr lockt. Wo soll das Wissen auch herkommen, wenn in den kommenden Semestern regelmäßig Lehrkräfte entlassen und Stellen vakant gehalten werden. Die ersten Namen sind bereits bekannt. Wie wäre es mit „Der Letzte macht das Licht aus“, wenn doch bereits klar zu sein scheint, dass aktuelle Jahrgänge die Letzen ihres Instituts sein werden. Zumindest werden an der Philosophischen Fakultät bereits Prioritätenlisten in Struktursitzungen angefertigt. Getreu dem Motto: „Ene meine Muh und raus bist du“

Keine Sorge Frau Rektorin, der Spruch ist nicht erklärungsbedürftig. „Schluss mit Bildung. Wir machen Ernst”, ist da schon anspruchsvoller.  Doch nicht nur für uns Studenten wäre ein bisschen mehr Geld in der Uni-Kasse schön, wenn wir schon „Studieren während andere Urlaub machen“. Auch der Stadt würde das Land damit einen Gefallen tun, denn „Ohne uns wäre hier Anklam“.

Man könnte meinen „Der letze Groschen ist gefallen“. Doch so einfach ist das nicht. Für Bauten dürfen die BAföG-Millionen ja schließlich genutzt werden. Großzügig nicht wahr? Blöd nur, wenn die schönen Gebäude inhaltslose Hüllen bleiben. Man möchte fast schon meinen „Große Aula, nichts dahinter“ oder wie Mutti schon zu sagen pflegte „Außen hui, innen pfui“. Ach so, innovativ soll das neue Motto ja auch noch sein, wo schon das Geld für echte Innovationen in der Forschung fehlt. Also gut, dann ist wohl „Alles klar zum Kentern“. Hauptsache „Ende gut, alles gut!“

von Lisa Klauke-Kerstan

Foto: Lisa Klaue-Kerstan