Wir sind im Upcycling-Fieber. LKW-Planen werden zu Handtaschen, alte Koffer zu stylischen Wohnzimmertischen. Scheinbar nutzlose Gegenstände, Stoffe oder sogar Abfallprodukte verwandeln sich durch Wiederaufbereitung in neuwertige Artikel im Retro-Look. Das reduziert die Neuproduktion von Rohmaterial, schont die Umwelt und bewahrt natürliche Ressourcen. Weg von der Wegwerfgesellschaft heißt die Devise.

Deshalb wimmelt das Internet von Do-it-Yourself-Seiten, die Ideen und Anregungen für individuelle Upcycling-Projekte geben. Aber auch Printmedien beugen sich dem Trend: Zeitschriften über Wiederverwertung vorhandener Materialien illustrieren Alltägliches im neuen Gewand, unzählige Bücher geben Anleitung zu material- oder themenspezifischem Upcycling. Wer keine Lust auf einsames Basteln hat, sucht sich Upcycling-Kurse in seiner Stadt. Die werden von verschiedenen Naturschutzverbänden, Nähwerkstätten oder Änderungsateliers angeboten. Und wer wirklich gar keinen Spaß am Selbermachen hat, erwirbt ein wiederaufbereitetes Stück seiner Wahl in einem von vielen Online-Shops. Umweltbewusstsein leicht gemacht. In Greifswald scheint der Trend erst langsam einzutrudeln. In den letzten Jahren startete der Naturschutzbund einige Projekte, in denen Müll zum Re- oder Upcycling gesammelt wurde. Die Kabutze bot einen Upcycling-Workshop an und der Umsonstladen initiierte einen entsprechenden Wettbewerb. Teilnahme und Begeisterung sind allerdings noch ausbaufähig. Bei uns kommt alles später an, aber es kommt!

von Tine Burkert

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Fotos: Lisa Klauke-Kerstan