Rezension

Stehst du auf abstrakte Filmkunst? Nicht? Dann Finger weg von „The Zero Theorem“. Der Film bietet wunderschöne bunte Bilder, Szenarien und interessante Charaktere. Leider ist das Eintauchen in die Geschichte unmöglich, da der Faden einfach zerstückelt auf der Strecke liegen bleibt. Ein wenig verloren folgt man einer scheinbar sinnlosen Aneinanderreihung von Szenen, die verzweifelt versuchen das Leben von Qohen Leth wiederzugeben. Der Protagonist ist eine Art Computergenie. Während seiner Arbeit steht er unter Dauerüberwachung durch seinen Boss. Qohens Aufgabe ist eigentlich das Finden von richtigen Formeln. Statt mit Zettel und Stift erledigt er das mit einem Computer, der eher an einen einarmigen Banditen als an Hightech erinnert. Auf dem Bildschirm schiebt er keine Zahlen sondern Bauklötzchen hin und her, dadurch wird seine Arbeit ad absurdum geführt. Kein Wunder, dass man da durchdreht. Dabei nervt er den Abteilungsleiter und Zuschauer immer wieder mit der richtigen Schreibweise seines Namens.

Ständig spricht er von sich selbst in der Mehrzahl. Tiefst unzufrieden mit seinem Leben und der ständigen Angst vor dem Verpassen eines wichtigen Anrufs, der ihm den Sinn seines Lebens offenbaren soll, bemüht sich Qohen um seine eigene Entlassung beziehungsweise Frührente oder aber wenigstens die Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten. Letzterem wird dann auch stattgegeben. Dafür muss er sich nun mit dem Projekt „Zero Theorem“ auseinander setzen. Zur Sicherstellung seiner Weiterarbeit werden in Quohens Heim, einer Kirchenruine, Kameras installiert. Außerdem muss er andauernd über seine Fortschtritte Bericht erstatten. Stressfreies Arbeiten? Fehlanzeige. Nachdem bereits einige Monate ins Land gezogen sind und Qohen immer mehr versucht sich abzukapseln, schickt sein Boss ihm verschiedene Charaktere nach Hause, um ihn wieder aufzubauen und zum Weiterarbeiten zu bewegen.

Durch die bunte überladene Quietschwelt fällt es schwer, diesen Film ernst zu nehmen. Gute Storyidee, aber schlecht erzählt. Das Beste vom Film ist schon im Trailer zu sehen.

von Lisa Sprenger

Foto: © Concorde Home Entertainment