Rund 150 Beschlüsse fasst das Studierendenparlament in einer Legislatur. Aber was passiert danach? moritz. ist der Sache auf den Grund gegangen. Diesmal: Die Nebelmaschine.

Die Umsetzung ist glasklar und wurde eins zu eins realisiert. Es geht  um eine neue Nebelmaschine für den Mensaclub. Für diese wurde am 16. Dezember 2014 beim Studierendenparlament (StuPa) eine Zuzahlung von 501,75 Euro durch den Club selbst beantragt. Das Ergebnis: Einstimmig angenommen. Am 13. Januar 2015 wurden die Gelder vom Finanzreferenten des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) bewilligt. Nach Angaben des Mensaclubs sei die alte Nebelmaschine nach Jahren der Nutzung nicht mehr effektiv genug gewesen. Zur Überbrückung bis zum Kauf der neuen Anlage musste eine andere Maschine extern bei einer Firma geliehen werden, wodurch wiederum laufende Kosten entstanden seien.

Nun könnte man sich fragen, wie ausgerechnet der Betrag von 501 Euro und 75 Cent zustande kam. Laut Anna-Lou Beckmann, der AStA- Vorsitenden, sei dies das preiswerteste Modell gewesen. Es lagen dem AStA Angebote bis zu 2 700 Euro vor. Jeder Club hat aber nur ein Förderbudget von tausend Euro pro Jahr zur Verfügung, folglich mussten die teureren Modelle weichen. Gleichzeitig heißt das aber, dass die Hälfte des Budgets vom Mensaclub nun schon Anfang des Jahres verbraucht worden ist. Deshalb ist auch von einem zu geringen Budget für Studentenclubs beim AStA die Rede. Bei einer Haushaltsdebatte ist bereits der Vorschlag gemacht worden, den Topf auf 1 250 Euro zu erhöhen. Wovon dieses Geld dann abgezogen worden wäre und zu welchem Zweck, ist eine andere Frage. Zumindest ist die jetzige Förderung fristgemäß Anfang Januar eingetroffen und wurde zweckgemäß genutzt. Laut Anna-Lou sind die Studentenclubs fundamentaler Bestandteil des Studentenlebens in Greifswald und sollten deshalb stets gefördert werden.
Laut Club sei der Nebel äußerst wichtig für die Stimmung unter den Clubbesuchern, es entstehe schließlich eine gewisse Atmosphäre. Eine Atmosphäre, unter der man sich angesichts dicker Dämpfe auch seine guten bis weniger guten Tanzkünste verstecken kann, wer es so will. Ein klein wenig auffällig ist dabei die Aussage im Antrag, dass das „Geld ökologisch verwendet werden soll“. Der Dampf einer Nebelmaschine ist jedoch nicht gesundheitsfördernd, sobald sich die Chemikalie Acrolein bildet, was bei hohen Temperaturen leicht vorkommen kann. Nebelmaschinen brauchen kein TÜV-Siegel, deswegen haben gerade die günstigeren Modelle oft auch keins. Dadurch kann man auch nicht wirklich wissen, welche Nebelfluide verwendet werden. Der feierwütige Student fragt jedoch nicht groß nach und möchte einfach Spaß haben, weshalb auch dem Wunsch nach einer neuen Nebelmaschine nachgegeben wurde. Folglich: Hoch lebe das Partyvolk!

von Sophie Gros

Foto: Lisa Klauke-Kerstan