mm118_3_Editorial_Aaron_Lisa Klauke-KerstanNun darf ich mich also am Vorwort versuchen. Ich bekam den dezenten Hinweis, mich nicht zu sehr über die Prüfungen und das Wetter auszulassen. Aber das Vorwort eines Studentenmagazins ohne „Der Sommer steht vor der Tür“ und „Viel Erfolg beim Lernen für die anstehenden Prüfungen“? Da kann man ja gleich ohne Plastik leben oder noch besser, gar keinen Müll mehr produzieren.

Über Letzteres bloggt auch die junge New Yorkerin Lauren Singer und ist durch ihre quasi nicht existente Müllproduktion weltweit bekannt. Dafür muss sie sich Haushaltsreiniger, Waschmittel und auch ihre Zahnpasta, mithilfe von Rezepten aus dem Internet selbst herstellen. Auch Kleidung kauft sie nur in Secondhandläden, da dort keine Etiketten verwendet werden. Am Ende fällt bei ihr pro Monat nur ein Einwegglas voll Müll an. Kaum zu glauben. Wir haben den Selbstversuch gewagt. Nun gut, ohne Plastik, also nicht ganz ohne Müll, aber völlig plastikfrei zu leben, davon kann bei einer Woche jetzt auch nicht die Rede sein – dennoch ist das Experiment allemal ausreichend für einen Einblick in die Müllproblematik unserer Zeit.

Apropos Einblick. Da ja bekanntlich gilt „sex sells“, gibt es auch in diesem Heft wieder nackte Haut zu sehen und zwar in Form eines herausnehmbaren Wendeposters mit exklusiven, bisher nicht veröffentlichten Motiven des UNI blank-Kalenders. Auf einer Seite weibliche Erotik und auf der anderen das männliche Pendant. Wir haben also an alle gedacht, und selbst wenn sich die eigene Orientierung noch ändern sollte, kann man das Poster ganz einfach… Gut, lassen wir das.

Zurück zur Nachhaltigkeit. Jeder kennt das, man bewahrt alles auf, auch wenn eigentlich klar ist, dass man es nicht mehr braucht. Die Jahre vergehen und natürlich, wie soll es anders sein, hat man den Kram nie wieder angerührt. Flohmärkte können da die Rettung sein. Denn dort findet man mit etwas Glück noch jemanden, der mit dem alten Krempel etwas anzufangen weiß. Für euch haben wir uns mal auf den Flohmärkten in Greifswald umgesehen und Interessantes erlebt.

Ein Appell zum Schluss. Der moritz. befindet sich zurzeit in einer Art Umbruch, denn einige unserer tragenden Redakteurinnen und Redakteure werden uns bald verlassen, da sie ihr Studium beenden oder in eben dieses mehr Zeit investieren, müssen. Also traut euch und kommt zu unserer Redaktionssitzung! Journalistische Erfahrung ist nicht erforderlich, genauso wenig müsst ihr Germanistik oder Kommunikationswissenschaft studieren. Dank unseres Lektorats wird es auch an eurer Rechtschreibung nicht scheitern.

von Aaron Jeuther

 

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