Quarks & Co war schon immer eine meiner Lieblingssendungen. Interessante und kuriose Hintergründe über den Menschen und seine Umwelt werden den Zuschauern lebhafter vermittelt, als das spannendste Seminar es schafft. Doch heutzutage müssen Wissenschaftsjournalisten ganz schön strampeln: WDR-Intendant Tom Buhrow gab vor kurzem Kürzungen in den Honoraren freier Autoren und den Budgets einiger wissenschaftlicher Sendungen bekannt. Als Antwort der Wissenschaftspressekonferenz entstand ein offener Brief an den Intendanten im Rahmen der Kampagne „keine-nische.de“. Über zweihundert Wissenschaftsjournalisten, Medienexperten und Hochschulpressesprecher haben inzwischen per Unterschrift ihre Unterstützung verkündet. So auch Jan Meßerschmidt, Leiter der Pressestelle der Universität Greifswald: „Ohne guten Wissenschaftsjournalismus würde eine strukturierende und einordnende Stimme in den Medien fehlen.“

Soll heißen: Nur kompetente Journalisten können zwischen neugewonnener Erkenntnis und aufgebauschtem Schnee von gestern unterscheiden. Für Meßerschmidt bedeutet guter Wissenschaftsjournalismus vor allem ein Zusammenspiel der verschiedenen Fachleute. Diese an Kollegen weiterzuvermitteln, gehört auch zu den Aufgaben der Pressestelle.
Für mich steht außer Frage, dass es geistiges Wachstum einer Gesellschaft ohne Kooperation und gegenseitigen Austausch über Forschungsergebnisse nicht geben kann. Wissenschaft verhindert, dass wir dort stehen bleiben, wo wir sind. Denn nichts schafft, was Wissen schafft.

von Luise Fechner

Foto: Isabel Kockro