Mit diesem Motto lockt das Pangea nach Ribnitz-Damgarten. moritz. hat vor Ort fast alles mit der Kamera festgehalten. Boardsports, Funsport, Kultur und natürlich Musik vereint auf einem Gelände. Eins ist sicher: Das Pangea ist kein gewöhnliches Festival.

Ich war schon bei einigen Festivals dabei – bei großen mit 750 000 Besuchern und bei kleinen mit 800 Besuchern; Reggaefestivals und Hardcorefestivals. Ich kann also behaupten, in Sachen Festivalspaß schon einiges gesehen zu haben. Doch das Pangea ist anders. Nicht die Musik, sondern „das Kind in dir“ steht im Mittelpunkt. Vier Tage einfach nur Spaß haben und neugierig sein.

Das Festivalgelände befindet sich direkt auf dem ehemaligen Flugplatz Pütnitz. Nachdem ich die wichtigste aller Festivalregeln – zuerst das Zelt aufbauen – berücksichtigt habe, muss ich mir erst mal einen Überblick verschaffen, was ich alles machen kann. Mich festzulegen, fällt mir verdammt schwer. Die Möglichkeiten sind vielfältig – unterschiedlichste Workshops, Contests und Veranstaltungen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob ich mitmachen, oder lieber nur zuschauen will.Schließlich ist morgen ja auch noch ein Tag – vom eigenen Surfboard bauen bis zum Arschbomben-Contest ist alles dabei. Ich belasse es aber bei einem kalten Getränk und einem frisch zubereiteten Burger, setze mich entspannt ans Ufer des Bodden und sehe den Mutigen beim „Blobbing“ zu. Dabei setzt sich der Verrückteste auf die eine Seite eines nur halb aufgeblasenen Luftkissens, in das auf die gegenüberliegende Seite dann ein, zwei oder sogar drei weitere Verrückte aus sechs Metern Höhe hineinspringen, um den König der Verrückten durch die Luft zu katapultieren.

Abends steht schon wieder eine schwere Entscheidung an: Nach welcher Musik steht mir heute der Sinn? Dazu stehen vier Locations zur Auswahl, an denen Livebands oder DJs ihre Show abliefern. Ich entscheide mich zunächst für den Tobepalast, den ehemaligen Hangar des Flugplatzes. Hier ist am meisten los und neben „Goldfisch“, die der Meute ordentlich einheizen, trainieren direkt neben der Hauptbühne noch ein paar Waghalsige ihre Tricks auf der Dirtbikestrecke oder auf der Wakeboardanlage. Warum? An den kommenden Tagen stehen noch einige Pro-Contests an, bei denen alles stimmen muss. Hier erlebt man eben Sport und Musik in absoluter Symbiose.

Ich habe sicher nur einen Bruchteil vom Pangea gesehen und noch mal weniger davon fotografiert. Das Angebot an Aktivitäten ist schier unerschöpflich und vier Tage sind eigentlich viel zu kurz, um alles zu erkunden. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei und vielleicht bin ich dann ja auch verrückt genug, um mich vom Blobb durch die Luft schießen zu lassen.

Noch mehr Bilder findet ihr auf dem webmoritz.

 

von Jan Krause

Fotos: Jan Krause