k.w. – künftig wegfallend, und davor eine Zahl. Steht es erstmal so im Personalkonzept, bedeutet das, dass die Stelle deines Lieblingsdozenten, der leider in Rente gegangen ist, nicht mehr neu besetzt wird. Blöde Sache. Das Bundesland will Geld sparen, denn es gibt ein Problem: Die Einnahmen aus den Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen, die gemäß den Regelungen im Solidarpakt II die Wirtschaftskraft der neuen Bundesländer an die der alten angleichen sollen, werden in Zukunft wegfallen. Da ist der Landesregierung aufgefallen, dass sie wesentlich mehr Menschen beschäftigt, als andere Bundesländer.

Weil die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern verschiedenen Prognosen zufolge weiter sinken wird, sah man hierin einen überflüssigen Kostenverursacher. Deshalb wurde 2005 das „Personalkonzept 2004“ beschlossen. Die überzähligen Stellen sollen demnach bis 2020 abgebaut werden. Allerdings mit „sozialverträglichen“ Methoden, indem man frei werdende Stellen nicht mehr besetzt. 2009 wurde mit dem „Personalkonzept 2010“ das alte Konzept aktualisiert. Das neue gibt vor, dass noch 2 208 weitere Stellen bis 2020 gestrichen werden müssen, um mit den anderen Bundesländern auf gleicher Höhe zu sein. Wie man an unserer Universität sieht, sind die Methoden nicht immer so harmlos, wie man sie sich wünscht. Wenn Stellen wie eine Professur in der Baltistik gekürzt werden, fragt man sich, wie sorgfältig die Verantwortlichen ihr Konzept ausgearbeitet haben. Schließlich sorgen solche einzigartigen Studiengänge erst für das gewisse Etwas in Greifswald.

von Vincent Roth

Foto: Isabel Kockro, Lisa Klauke-Kerstan (Grafik)