Mustafa Yetiskin

„Soße, Salat, alles?“ ist wohl der Satz den Mustafa Yetiskin, Inhaber von „Efes“, am häufigsten sagt. Jeder in Greifswald kennt den gemütlichen Dönerladen an der Ecke Fleischerstraße/Domstraße. Besonders beliebt ist er aufgrund seiner Öffnungszeiten. Auch wenn man nachts um drei noch Hunger hat: „Efes“ hat immer auf. moritz. hat Mustafa getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Wie lange leben Sie schon in Greifswald?
Seit drei Jahren. Den Laden gibt es seit zwei Jahren.

Was hat Sie dazu bewogen, „Efes“ zu eröffnen?
Ich komme schon aus der Gastronomie. Bevor ich nach Greifswald gekommen bin, hatte ich bereits ein Geschäft auf Usedom. Da war das für mich einfach, hier den Laden zu eröffnen.

Gefällt Ihnen der deutsche Norden?
Ja. Ich lebe jetzt schon so lange in Deutschland, es ist meine zweite Heimat geworden.

Was wird am häufigsten bestellt?
Döner.

Was gehört in einen guten Döner?
Immer Salat, Soße und Gewürze.

Wird viel vegetarisch bestellt oder mit anderen Extrawünschen?
Nein, vegetarisch essen hier nicht so viele. Viele bestellen ohne Zwiebel, ohne Oliven, ohne Knoblauch.

Ist schonmal etwas Verrücktes hier passiert?
Nein, noch nie. Wenn nachts mal ein Betrunkener im Laden ist, stört mich das nicht so. Manchmal sind auch welche da, die kaum noch laufen und reden können, aber das kommt nicht so häufig vor.

Was ist der Unterschied zwischen Türkischer Pizza und Rollo?
Türkische Pizza ist mit Gehacktem, Dürüm ist ohne Gehacktes und ohne Soße. Dürüm ist das gleiche wie Rollo, manche sagen auch Wraps. Das hat halt verschiedene Namen – wie ja, jawohl, jo – bedeutet alles das Gleiche!

Haben Sie ein Lieblingsgericht auf der Karte?
Döner. Ich esse bestimmt jeden zweiten Tag einen! Und der Döner muss scharf sein, wie Feuer.

Kochen Sie auch zu Hause?
Ja, da mach ich gerne etwas Richtung Eintopf oder Ähnliches. Wenn meine Frau einen Eintopf macht, muss ich auch immer zwei Teller essen! So lecker kocht sie.

Woher kommt der Name „Efes“?
Aus dem Türkischen. Es bedeutet so etwas wie „große Sonne“. Mir gefällt auch das Logo. Es zeigt eine antike Ausgrabungsstätte bei Izmir.* Man kennt den Namen „Efes“ auch als Biermarke.

Haben Sie viele Stammkunden?
Ja. Die meisten Kunden sind Studenten. In den Ferien ist im Laden nichts los, tote Hose.

Wann sind die Stoßzeiten?
Mittags oder nachts.

Wann sind Sie am liebsten im Laden?
Mittags oder nachts. Eigentlich bin ich immer gerne hier. Nachmittags ist es hier auch ziemlich ruhig, da hat man Zeit.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
Wir sind zu dritt.

Was mögen Sie besonders an ihrem Job?
Die Salate schneiden und zubereiten.

Eine letzte Frage beim obligatorischen Glas türkischem Tee: Kaffee oder doch Tee?
Schwarzen Tee! Nicht so viel Kaffee trinken. Wenn man lernen muss, trinkt man einen Tee und man hat sofort Energie.

Sehr geehrter Herr Yetiskin, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Klara Köhler.

*Anmerkung der Redaktion: Izmir ist eine Stadt an der Westküste der Türkei.

Foto: Klara Köhler