RACHEL

Wie ist es, einen Professor zu interviewen? Oder noch besser: Seinen eigenen Prof? Da hört man ihm bei seinen wöchentlichen Ausführungen zu hochkomplexen Themen zu und darf sich dann noch  in der Freizeit mit ihm unterhalten. Klingt nicht gerade reizvoll. Das Besondere an der Arbeit beim moritz.magazin ist aber, ständig mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen. Im Prinzip haben wir sogar als Studierende einer Kleinstadt-Universität tendenziell ein distanziertes Verhältnis zu unseren Dozenten. Face-to- face mit ihnen in Kontakt zu treten ist höchstens bei Kneipenabenden möglich. Dabei sind sie bestimmt erpicht darauf, mal etwas anderes als ihre Vorlesungsinhalte wiederzugeben. Deswegen dachte ich mir: So schlimm wird es schon nicht sein.

Für meinen Artikel über Werbemaßnahmen an Hochschulen habe ich mir einen Ruck gegeben und bin bei der Recherche nach einem Experten auf keinen geringeren als den Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, Professor Hans Pechtl gestoßen. Ich kenne ihn bereits seit einem Semester aus der Einführungsvorlesung für Wirtschaft. Gespannt auf die nun etwas andere Konstellation machte ich mich auf den Weg zum Interview in seinem Büro. Mit dem unverwechselbaren bayrischen Dialekt redete er dabei über Werbung, Geschenke und Mosaiksteine. Ob es sich dabei um Inhalte aus seinen Vorlesungen handelte? Zumindest stellenweise hatte ich den Eindruck. Doch lest selbst ab Seite 10, vielleicht erkennt ihr ja Zitate aus dem Skript?

von Rachel Calé

CERRIN

In ihrer Freizeit schreiben die moritz.-Redakteure nicht nur fleißig Artikel, sondern bemühen sich auch in anderen Bereichen stets um Fortschritte. So fand im Februar für alle, die Lust und Zeit hatten, ein Workshop zur Einführung in die journalistische Fotografie statt. Bei Kaffee und Kuchen erläuterte der erfahrene Hobby-Fotograf Stefan Böttner Begriffe wie ISO-Wert, Blende und Brennweite und sorgte für Aufklärung über die grundlegende Kameranutzung und die zweckmäßigen Einstellungen. Mithilfe von Merksätzen wie „Sonne lacht, Blende acht“ brachte Stefan selbst Licht in das tiefste Dunkel und half auch dem größten Kameraneuling auf die Sprünge. Nach der Theorie und reichlichem Fotografieren in der Redaktion wurde das Universitätsgelände unsicher gemacht. Mit einigen Aufgabenstellungen probierten die Redakteure sämtliche zuvor erlernten Einstellungen draußen bei Tageslicht aus. Es wurde mit dem Licht und der Sonne entgegen fotografiert und unterschiedliche Gegenstände wurden durch Spielen mit der Brennweite scharf gestellt. Anschließend bekamen die Redakteure noch einen Einblick in die Weiten von Photoshop. Für alle Teilnehmer war dieser Samstag eine lohnenswerte Erfahrung. So hoffen wir, Euch weiterhin tolle Fotos präsentieren zu können!

von Cerrin Kresse

JONAS

Der moritz.-Fokus ist meistens auf Greifswald begrenzt, häufig ist sogar die Uni selbst das Thema. Großartig, wenn man da mal rauskommt und mit der Kamera in der Hand auf dem Strom der Zeit reitet. Im letzten Heft besuchte moritz. mehrfach das Institut für Plasmaphysik in Greifswald, in dem im Dezember letzten Jahres zum ersten Mal Plasma hergestellt wurde. Die gigantische Maschine ist die größte und modernste ihrer Bauartauf der ganzen Welt. Etwas verloren fühlten sich Redakteur und Fotografin neben Reportern aus vielen unterschiedlichen Ländern. Zwischen Technik und den bekannten Symbolen von ZDF, BBC und Al Jazeera gab es ein regelrechtes Gedränge und Geschacher um gute Plätze und Interviews. moritz. hat den Standortvorteil ausgespielt, war noch zu zwei weiteren Terminen und Gesprächen im Max-Planck-Institut und hat intensive Telefonate mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern geführt. Solch aufwändige Recherchen sind neben dem Studium nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. Ein Berufsjournalist hätte dafür wahrscheinlich keinen Monat gebraucht. Aber an Events teilzunehmen, die weltweite Aufmerksamkeit erregen, ist ein wahnsinniges Gefühl. Die gewonnenen Fakten schaffen ein neues Verständnis vom Umgang mit Informationsquellen. Für die meisten aus der Redaktion ist die Erfahrung neu und sehr prägend. Die Unabhängigkeit von be-kannten Sendern, den Regionalbezug und den neuesten Gossip aus der Uni – das schafft nur moritz.

von Jonas Greiten

Fotos: Constanze Budde, Cerrin Kresse, Isabel Kockro