Rezension

Nach ihrem Debütalbum 2010 hat die schwedische Rockband Royal Republic mit „Weekend Man“ nun ihr drittes Album veröffentlicht. Seit ihrer Gründung 2007 hat der Bekanntheitsgrad der Band stetig zugenommen, was durch viele Konzerte, auch in Deutschland, und Auftritte als Vorband großer Musikgruppen, wie Die Toten Hosen und Blink 182, gefördert wurde.

Wer einmal auf einem Konzert von Royal Republic war, weiß, dass die vier Musiker Humor haben und wissen, wie man für Stimmung sorgt. Etwas, das sich auch im neuen Album widerspiegelt. Diese Musik ist nicht zum Stillsitzen gedacht, sondern zum Gute-Laune-Haben und Mittanzen. Da spielt es keine Rolle, ob man gerade auf einem Festival ist oder sich zu Hause mal wieder zum Aufräumen motivieren muss.

Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist Musik, die man laut hören muss und die dabei einfach Spaß macht. Oder mit den Worten der Band: „Es wird laut und krachig.“ Dementsprechend sollte man keine allzu anspruchsvollen Texte oder großen Aussagen erwarten, sondern einfach ein bisschen lauter drehen und mitsingen – das hört dann auch niemand mehr.

Neben vielen typischen Songs, die den bisherigen Werken sehr ähneln, wie „Walk!“ und „Baby“, hat die Band aber auch ein paar neue Ideen in ihre Musik einfließen lassen. „Ob es nun ein Taylor Swift- Song ist oder einer von Led Zeppelin: Wir einigen uns auf das, was uns allen gefällt, und machen dann etwas ganz Eigenes daraus“, erklärt Hannes Irengård, der Gitarrist der Band. Allerdings haben sie sich dabei weniger neu erfunden, wie es immer so schön heißt, sondern viel mehr Einflüsse anderer Musiker in ihren Stil umgesetzt. Beispielhaft dafür ist „Any Given Sunday“, was für Royal Republic-Verhältnisse vergleichsweise ruhig ist. Mit dem Ergebnis, dass beim Hören keine Langeweile aufkommt, da alle Lieder verschieden sind und trotzdem auf eine energische, lebensfrohe Art nach Royal Republic klingen.

von Nina Ahlers

Foto: Vertigo Berlin (Universal. Music)